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Prävention der Polizeiinspektion Märkisch Oderland warnt vor Betrügern

Ganz offensichtlich sind momentan im Landkreis Märkisch Oderland wieder verstärkt Betrüger am Werk, die versuchen an Geld und Wertsachen ihrer Opfer zu kommen, indem sie diese telefonisch kontaktieren. So gingen in der Zeit vom 04.04.-10.04.2019 elf Anzeigen von Bürgern bei der Polizeiinspektion Märkisch Oderland ein, in denen dieses Vorgehen beschrieben wurde. In 3 dieser angezeigten Fälle waren die Täter mit ihrer Betrugsmasche erfolgreich.

Dabei gelingt es den Tätern immer wieder bei ihren Opfern glaubhaft das Gefühl zu vermitteln, dass sie mit einem Verwandten sprechen oder dass es sich bei dem Anrufer tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt, weiß Jürgen Schirrmeister Koordinator der Prävention der Polizei in MOL zu berichten.

Betroffen sind zumeist ältere Personen, die gezielt von den Tätern angerufen werden und durch diese Notsituationen geschildert bekommen, in denen ein schnelles Handeln der Opfer (in der Regel eine Geldübergabe) erforderlich ist.

So kam es am 04.04.19 in Petershagen zu einer Geldübergabe von 8000,- Euro nach dem Anruf des vermeintlichen Sohnes bei der Mutter. Diese übergab das Geld dann etwas später an ihrer Wohnanschrift an einen ihr unbekannten Mann, der angab, vom Sohn geschickt worden zu sein. Am gleichen Tag brachte ein vermeintlicher Polizeibeamter, der bei dem Opfer in Neuenhagen bei Berlin anrief dieses dazu, Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von ca. 22000,- Euro in einem Stoffbeutel zu einer verabredeten Zeit vor ihre Wohnungstür zu platzieren und sich selbst in der Wohnung in Sicherheit zu bringen. Vorausgegangen war eine angeblich unterbundene Transaktion ihres Geldes von ihrer Bank in die Schweiz, wodurch dieser „Polizeieinsatz“ notwendig wurde.

Am 10.04.19 rief ein angeblicher Neffe bei seiner „Tante“ in Müncheberg an und brachte diese letztendlich dazu, mit ihrem PKW nach Slubice zu fahren und dort 9000,- Euro an einen unbekannten Mann zu übergeben.

„So lange die Täter immer wieder Erfolg mit ihrer Betrugsmasche haben werden sie nicht aufhören diese immer wieder anzuwenden,“ sagt Schirrmeister und zeigt Möglichkeiten auf, wie man es vermeiden kann, Opfer solcher Betrüger zu werden. Dabei gelten folgende Grundsätze:

  1. Übergeben sie niemals Geld oder Wertsachen an Personen, die Sie nicht kennen!
  2. Rufen Sie im Zweifelsfall den Anrufer – der ja vorgibt aus ihrem Verwandtenkreis zu sein – unter der ihnen bekannten Telefonnummer zurück und erkundigen sie sich direkt bei ihm. So lange sie diesen nicht erreichen, unternehmen sie keine Schritte, um „zu helfen“.
  3. Die Polizei ruft sie niemals an, um vor möglichen Einbrechern zu warnen, Angaben zu ihren Vermögensverhältnissen zu erfragen oder sie aufzufordern Geld oder Wertsachen zum Zweck der Überprüfung bereitzustellen. Auch in solchen Fällen schützt der Rückruf im Polizeirevier Strausberg (03341/3300) vor dem bösen Erwachen.
  4. Sollten sie etwas „gewonnen“ haben, fallen dafür keine Gebühren an!
  5. Überlegen sie genau bei Fällen, in denen sie (zumeist telefonisch) aufgefordert werden Geld zu übergeben oder zu überweisen. Fallen sie auf Betrüger herein, ist das Geld, was sie übergeben haben, unwiderruflich verloren.
  6. Zeigen sie diese Betrugsfälle, auch wenn sie erkennen, dass es sich um Betrug handelt und der Täter deshalb nicht zum Erfolg gekommen ist, bei der Polizei an.
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