Werbeanzeigen

Projekt „Wohnen am Stern“ in Potsdam nimmt Gestalt an

Projekt „Wohnen am Stern“ in Potsdam nimmt Gestalt an

Entscheidung für Architekturkonzept im Rahmen des Gestaltungsverfahrens erfolgt

Wie die Weiterentwicklung des Stern-Centers zu einem zentralen Quartier zwischen den Stadtteilen Am Stern, Alt-Drewitz und Gartenstadt Drewitz aussehen kann, wird anschaulicher: Am Freitag, 26. Juni 2020 hat das mit Vertretern der Stadtverwaltung, externen Experten für Architektur, Städtebau und Freiraumentwicklung sowie Vertretern des Projektentwicklers ECE besetzte Begleitgremium eines „Kooperativen Gestaltungsverfahrens“ die Entscheidung getroffen, die weitere Bearbeitung auf der Grundlage eines Entwurfes von Baumschlager Eberle Architekten Hamburg fortzuführen.

Das Konzept sieht vor, das Areal rund um das Einkaufszentrum Stern-Center und einige wenige ergänzende Büroflächen durch etwa 650 Wohnungen mit zusammen circa 60 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche in vier Hochhäusern mit jeweils rund 60 Metern Höhe zu ergänzen. Diese Bauten sollen jeweils leicht gegeneinander verdreht werden, sodass für alle Wohnungen eine gute Belichtung erreicht und durch eine abwechslungsreiche Fassade zugleich ein positives Erscheinungsbild der Gesamtanlage erzielt wird. Das vorgeschlagene Konzept liefert darüber hinaus eine große Flexibilität für unterschiedliche Wohnungsgrößen und -zuschnitte. Damit soll dem Anspruch Rechnung getragen werden, hier auch Wohnungen im preisgedämpften Segment anzubieten – also zu Mieten, die zwischen den subventionierten Mieten des sozialen Wohnungsbaus und den marktüblichen Neubaumieten liegen.

„Das Projekt ‚Wohnen am Stern‘ ist in schwierigen Zeiten ein positives Signal aus der Wirtschaft und ein sehr wichtiger Impuls für den Potsdamer Wohnungsmarkt. Mit dem ausgewählten, städtebaulich und architektonisch überzeugenden Entwurf ist es gelungen, im Zentrum von drei Stadtteilen durch die Integration einer Vielzahl an Wohnungen die Grundlage für ein durchmischtes Quartier in einer bisher monofunktionalen Lage zu schaffen“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam. „Mit dem gewählten Verfahren war gesichert, dass für diese anspruchsvolle Aufgabe ein qualitativ hochwertiges Ergebnis erzielt werden konnte, das einen Mehrwert für den Ort und die umliegenden Quartiere bieten wird.“

„Der Siegerentwurf ist aus unserer Sicht optimal auf den Standort abgestimmt, da es ihm gelingt, sich mit einer modernen, zeitgemäßen Architektur zugleich in die bestehende städtebauliche Struktur einzufügen und so zu einer Aufwertung des gesamten Quartiers beizutragen“, so Dr. Andreas Mattner, Geschäftsführer der ECE Development. „Speziell die Landschaftsplanung und die Integration in die Umgebung haben überzeugt, weil hier aus Parkplätzen und Beton ein urbaner Raum entsteht.“

Das Kooperative Gestaltungsverfahren mit drei international renommierten Architekturbüros hatte die ECE in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Potsdam im Dezember 2019 auf den Weg gebracht, nachdem zuvor im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen Wirtschaft und Entwicklung des Ländlichen Raumes ausführlich die Ziele und Rahmenbedingungen der vorgesehenen Entwicklung erörtert worden sind. In das Verfahren waren neben dem Begleitgremium auch Vertreter von Fachbüros und der Stadtfraktionen eingebunden.

Das Siegerbüro Baumschlager Eberle wurde 1985 in Vorarlberg gegründet und ist zwischenzeitlich international an 13 Standorten tätig. Es ist in Deutschland vertreten in Berlin und Hamburg. Der Entwurf von Baumschlager Eberle musste sich gegen die beiden weiteren Entwürfe der Büros Allmann Sattler Wappner (München) und Callison RTKL (London/Berlin) mit ihrer hohen Qualität behaupten, konnte sich letztendlich jedoch klar bei dem Begleitgremium durchsetzen.

Das Projekt bedarf zu seiner Realisierung einer Änderung des bislang geltenden Planungsrechts. Die Einleitung eines entsprechenden vorhabenbezogenen Bebauungsplan-verfahrens, das an den beiden maßgeblichen Standorten die Festsetzungen des bisherigen Bebauungsplans Nr. 22 „Stern-Center“ ersetzen soll, hat die Stadtverordnetenversammlung am 3. Juni 2020 beschlossen. Die inhaltliche Ausrichtung für dieses Planverfahren ist der prämierte Entwurf, der im Rahmen des weiteren Verfahrens auf der Basis der Empfehlungen des Begleitgremiums in einigen Punkten überarbeitet und angepasst werden wird. Das Ergebnis des Planverfahrens wird damit nicht vorweggenommen.

Zunächst werden die Ergebnisse des Gestaltungsverfahrens im August dem zuständigen Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt; im Weiteren werden dann auch die Öffentlichkeit und die verschiedensten beteiligten Behörden Gelegenheit haben, sich zu den Zielen der Planung zu äußern.

Werbeanzeigen
Werbeanzeigen
%d Bloggern gefällt das: