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„Ragweed Day“: Aktionstag gegen Ambrosia am 22. Juni

„Ragweed Day“: Aktionstag gegen Ambrosia am 22. Juni

Gartenbesitzer sollten Ansiedlung im eigenen Garten prüfen und Ausbreitung verhindern

Ambrosia-Pflanzen haben sich in einigen Teilen Brandenburgs stark vermehrt. Vor allem wegen der allergischen Reaktionen, die sie hervorrufen, sind sie gefürchtet. Am 22. Juni, dem sogenannten „Ragweed Day“, soll es daher auch in Potsdam dem Unkraut an die Wurzel gehen. Die Aktion, die vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) organisiert wird, findet ab 10.30 Uhr unter fachkundiger Anleitung im Bornstedter Feld, Opolestraße/Ecke Fintelmannstraße, statt. Da die Pflanzen noch nicht blühen, sind keine besonderen Schutzmaßnahmen nötig. Für Menschen mit empfindlicher Haut werden Handschuhe zur Verfügung gestellt.

Es ist wichtig, die weitere Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie zu verhindern. Auch Potsdamer Gartenbesitzer sollten daher kontrollieren, ob sich bei ihnen Ambrosia-Pflanzen angesiedelt haben. Meist im Juli beginnt die hochallergene Pflanze, die auch Taubenkraut genannt wird, zu blühen. Es handelt es sich um eine Pflanze, die aufgrund ihrer Pollen die Entwicklung einer Ambrosia-Allergie bewirken kann. Eine Pflanze kann bis zu einer Milliarde Pollen ausstoßen, die tief in die Bronchien eindringen und schwere allergische Reaktionen wie Asthma hervorrufen. Wer eine Ambrosiapflanze entdeckt, sollte sich an die unten genannten zuständigen Stellen wenden.

Die Beifuß-Ambrosie ist eine einjährige Art. Sie keimt im Frühjahr aus Samen und entwickelt sich am Anfang sehr langsam. Erst im Juni wachsen stattliche Pflanzen heran. Die Blütenstände entwickeln sich ab Mitte Juli. Anfang August beginnt die Pollenbildung. Mit den ersten Frösten im Spätherbst stirbt die Pflanze ab. Durch Transport von Erde im Bauwesen bzw. Landwirtschaft, durch Verschleppung über Fahrzeuge, landwirtschaftliche Maschinen und vor allem durch verunreinigtes Futtermittel (Vogelfutter) und Saatgut kommt es zur Verbreitung von Ambrosia. Man findet Ambrosia häufig an Straßenrändern, Autobahnen, an Stilllegungsflächen, Schutt- und Baustofflagern, in Neubaugebieten, an Vogelfütterungsplätzen, in Kleingärten und an Feldern.

Bei der Beseitigung der Ambrosia im eigenen Garten sollten folgende Empfehlungen beachtet werden:

•             Ambrosia-Pflanzen sollten möglichst mit den Wurzeln vor der Blüte herausgezogen werden

•             um allergische Reaktionen der Haut und der Atemwege zu vermeiden, sollte die Pflanze mit ausreichend langen, dichten Handschuhen angefasst werden

•             Ausgerissene Pflanzen sollten in verschlossenen Plastiktüten und über den Hausmüll – nicht als Grüngut oder Biomüll – beseitigt werden

•             ein Auskeimen von vorhandenen Samen sollte verhindert werden

•             Fragen Sie beim Einkauf nach Ambrosia-Samen freiem Vogelfutter (Beobachten Sie im Frühjahr die Fläche unter der Futterstelle)

•             Allergiker sollten diese Arbeiten nicht durchführen.

Ambrosia wurde ursprünglich aus den USA eingeschleppt und ist stark allergen. Sie wird meist durch menschliche Aktivitäten verbreitet und findet aufgrund des Klimawandels auch in Brandenburg immer bessere Lebensbedingungen. Seit 2011 wird jährlich am ersten Samstag nach dem Sommeranfang der International Ragweed Day, in Deutschland besser bekannt als „Ambrosia-Ausreißtag“, begangen. Bundesweit und auch in anderen betroffenen Ländern Europas werden Aktionen durchgeführt, um das Verständnis und das Problembewusstsein für die Gesundheitsgefahr durch Ambrosiapollen zu schärfen und einen Beitrag zur Bekämpfung dieser Pflanze zu leisten.

Weitere Informationen gibt es online unter www.mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.635279.de und www.potsdam.de/content/ambrosia

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