Werbeanzeigen

Regelungen für Pferdefuhrbetriebe in Potsdam

Regelungen für Pferdefuhrbetriebe in der Landeshauptstadt Potsdam

Ab 30 Grad im Schatten ist der Routinefahrbetrieb einzustellen

Aufgrund der angekündigten hohen Temperaturen für das Wochenende informiert die Landeshauptstadt Potsdam über die Erlaubnis und die Vorgaben für den Betrieb von Pferdefuhrwerken in Potsdam:

Pferdefuhrbetriebe dürfen ihr Gewerbe nach dem Tierschutzgesetz dann ausführen, wenn sie eine tierschutzrechtliche Erlaubnis besitzen. Die Tierschutzerlaubnis für Fuhrunternehmen erteilt auf Antrag der Bereich Veterinärwesen der Landeshauptstadt Potsdam. Um eine Überanstrengung und daraus resultierende gesundheitliche Schäden der Pferde im gewerblichen Einsatz zu verhindern, werden in der Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz Rahmenvorgaben festgelegt, welche sich auch an den Leitlinien für Pferdefuhrbetriebe einiger Bundesländer wie Berlin oder Niedersachsen orientieren: Es sollen nur gesunde und trainierte Pferde eingesetzt werden. Die Kutscher müssen erfahren im Umgang mit Pferden sein, ihre Tiere gut kennen und deren Befinden jederzeit richtig einschätzen können. Sie benötigen zudem einen Nachweis, um Pferde zur Personenbeförderung einsetzen zu dürfen. Die tägliche Einsatzzeit der Pferde ist grundsätzlich auf acht Stunden beschränkt, inklusive zwei halbstündiger Pausen. Die Pausen sollen im Schatten erfolgen, wobei die Pferde in dieser Zeit Wasser erhalten. Außerdem haben die Pferde nach dem Einsatz im Fuhrbetrieb einen Ruhetag.

Bezüglich des Fuhrbetriebs im Sommer gibt es spezielle Vorgaben: Bei Temperaturen ab 30 Grad Celsius im Schatten ist der Routinefahrbetrieb einzustellen. Vereinzelte Sonderfahrten wie zum Beispiel für Hochzeiten oder Geburtstage sind bis 35 Grad im Schatten ausnahmsweise zulässig, wobei häufigere Pausen sowie eine verkürzte Einsatzzeit vorausgesetzt werden.

„Die Pferde werden regelmäßig durch Tierärzte des Bereiches Veterinärwesen überprüft. Nötigenfalls werden Auflagen erteilt und deren Einhaltung kontrolliert. Die Kontrollfrequenz ist während Hitzeperioden erhöht und die Temperaturen werden täglich registriert“, sagt Dr. Guido Schielke, Amtstierarzt und Leiter des Bereichs Veterinär- und Lebensmittelüberwachung. Hitzebedingte Zwischenfälle bei Pferden im Fuhrbetrieb sind in der Landeshauptstadt Potsdam bisher nicht aufgetreten.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: