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Rennstrecke Autobahn: „ZDF.reportage“ über den Zoff ums Tempolimit

Freie Fahrt für freie Bürger oder Tempolimit für Klima und Sicherheit? Mehr als die Hälfte der Deutschen ist für ein generelles Tempolimit, 47 Prozent sind dagegen. Am Sonntag, 23. Juni 2019, 18.00 Uhr, geht die „ZDF.reportage“ der Frage nach, warum die Debatte um die richtige Geschwindigkeit die deutschen Gemüter so erhitzt – in „Rennstrecke Autobahn – Zoff ums Tempolimit“. Der Film von Oliver Koytek ist ab Mittwoch, 19. Juni 2019, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek abrufbar.

Rund ein Drittel aller Autobahnunfälle passieren aufgrund unangepasster Geschwindigkeit. Auch CO2-Emissionen steigen bei höheren Geschwindigkeiten, doch Tempolimit-Gegner protestieren – und bekommen Unterstützung von Lobbyisten und Verkehrspolitikern.

Tatsache ist, dass die Geschwindigkeit beim Aufprall die Schwere eines Unfalls stark beeinflusst. Lucia Lüchow und ihre Tochter Sophia könnten noch leben, wenn der Fahrer, der Lüchows Kleinwagen mit 190 Stundenkilometern touchierte, nur die empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130 gefahren wäre. Doch auf der A20 bei Rostock herrschte damals noch kein Tempolimit.

Alex Gruhler aus Köln ist der Meinung, dass ein generelles Tempolimit auf Autobahnen die Unfallzahlen nicht reduzieren würde. Er fährt am liebsten schnell und glaubt, die Autobahnen würden durch Tempo 130 nicht sicherer. Bereits 2007 hat der Selbstständige deshalb die Initiative „Stoppt Tempo 130“ gegründet.

Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV), bemängelt seit Jahren die fehlende wissenschaftliche Diskussionsgrundlage beim Thema Tempolimit. Der öffentliche Diskurs sei emotional sehr aufgeladen, aber viele Argumente ließen sich nicht belegen, weil wissenschaftliche Datenerhebungen fehlten.

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