Rettungsringe an der Nieplitz

Sicherung und Dekoration für die Landesgartenschau

Maritimes Flair hat Anfang September Einzug an der Nieplitz gehalten: Passend zum alten Loreleydampfer „Ludwig van Beethoven“, der derzeit für die Beelitzer Landesgartenschau zum Cocktailschiff „BEEThoven“ umgebaut wird, sind 20 rot-weiße Rettungsringe mit entsprechender Schiffsbeschriftung bei den LAGA-Machern eingetroffen. Sie werden am Ufer der Nieplitz in direkter Nähe zum Ankerplatz des Cocktailschiffes an Schiffstauen entlang der Nieplitz befestigt.

„Die Rettungsringe sind nicht nur ein echter Hingucker, sondern tatsächlich aus Sicherheitsgründen nötig“, erklärt Bürgermeister Bernhard Knuth die kuriose Idee. Denn auch wenn das Beelitzer Stadtflüsschen nach einer Verbreiterung des Flussbettes im Rahmen einer Renaturierung nicht mehr so schnell fließt und das Wasser kaum höher als einen Meter steht, besteht die Gefahr, dass Gartenschaugäste ins Wasser und damit in Gefahr geraten können. „Mit der dekorativen Verteilung der Ringe an den Tauen entlang der Nieplitz sorgt Beelitz dafür, dass die Einhaltung sämtlicher Sicherheitsrichtlinien auch optisch ansprechend umgesetzt wird“, so der Bürgermeister.

Zu den Rettungsringen wird sich vor dem Beginn der Landesgartenschau am 14. April 2022 noch ein großer Anker vor der „BEEThoven“ gesellen. Neben dem Schiff entsteht in den kommenden Wochen noch eine Bar, rings um das Schiff werden zudem derzeit Weinreben gepflanzt. So wird das Leitmotiv der Landesgartenschau in der Spargelstadt, die Kulinarik, auch in diesem Bereich am Wasser sichtbar.

Das Cocktailschiff wird zwar nicht mehr schwimmtauglich hergerichtet, einst zeigte es aber von Bonn aus tausenden Touristen den berühmten Loreleyfelsen. Als es auf einer Plattform für historische Bauelemente zum Verkauf angeboten wurde, hat die Gartenschaugesellschaft zugeschlagen und es per Lastwagen nach Beelitz bringen lassen. Auch wenn das genaue Baujahr des Schiffes unbekannt ist, konnte sich auch schon Ministerpräsident Dietmar Woidke auf einem Rundgang über das LAGA-Gelände überzeugen, dass es sich um ein historisches Original handelt: „Herr Woidke hat das Schiff begutachtet und sofort die genieteten Außenwände gesehen, da war er überzeugt“, so Bernhard Knuth. Das Nieten ist eine alte Technik, seit Jahrzehnten werden die Metallteile stattdessen verschweißt.

Die Metallhaut des Schiffes ist bereits fertig restauriert. In den nächsten Wochen kommen noch neue Planken und Sitzbänke auf die „BEEThoven“, dann ist das Schiff bereit für seinen feuchtfröhlichen Dauereinsatz an Land.

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