Ruhiger Jahreswechsel in Potsdam

Nur 48 Rettungseinsätze der Feuerwehr in der Silvesternacht / Immer mehr Patientinnen und Patienten auf Covid-Stationen der Kliniken

Alles Gute im neuen Jahr wünscht Oberbürgermeister Mike Schubert allen Potsdamerinnen und Potsdamern. „Selten lag in den vergangenen Jahren so viel Hoffnung in einem neuen Jahr, wie in diesem. Der Sprung aus 2020 rein in 2021 war für viele von uns leiser. Keine großen Feiern, keine großen Feuerwerke, keine durchtanzte Nacht. Es war der Sprung aus einem Jahr, in dem nur wenig in unserem Leben noch so war, wie wir es bislang kannten. Es war der Sprung hinein in ein Jahr der Hoffnung, in dem wir uns aus dem Würgegriff des Virus‘ befreien wollen“, so Mike Schubert.  Er dankt allen, die sich auch in der Silvesternacht an die Regeln gehalten haben: Sowohl das Ordnungsamt als auch die Feuerwehr ziehen eine positive Bilanz und hatten deutlich weniger Einsätze als in den Vorjahren.

„Die große Mehrzahl der Menschen in Potsdam hat sich in dieser Ausnahmesituation an die Regeln gehalten, das zeigen auch die Einsatzzahlen“, sagte Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit. So hat es in Potsdam 48 Rettungseinsätze in der Silvesternacht gegeben, das sind nur knapp halb so viele wie in anderen Silvesternächten.

Auch das Ordnungsamt zieht eine positive Bilanz aus der Nacht. Bis 4 Uhr haben etwa 20 Mitarbeitende gemeinsam mit der Polizei im Stadtgebiet kontrolliert und nur vereinzelt Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung und das Böllerverbot auf öffentlichen Straßen und Plätzen festgestellt. In der vergangenen Nacht mussten insgesamt sieben Patientinnen und Patienten im Klinikum Ernst von Bergmann behandelt werden, die auf Grund der Silvesternacht die Zentrale Notaufnahme aufgesucht hatten. Dazu zählten drei Verletzungen in Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern, drei Mal war hoher Alkoholkonsum der Grund und eine schwere Körperverletzung. Es musste jedoch nur diese eine Person stationäre aufgenommen werden.

Die Zahlen der an Covid-19 Erkrankten in den Krankenhäusern steigt hingegen weiter an. 105 Menschen werden aktuell auf den Covid-Stationen des Klinikums Ernst von Bergmann und des Alexianer St. Josefs Krankenhaus behandelt, davon 24 auf den Intensivstationen. Vor einer Woche waren es 84 Personen, davon 10 auf Intensivstationen. Zudem sind in den vergangenen zwei Wochen mehr als 20 Potsdamerinnen und Potsdamer an oder mit Covid-19 gestorben.

„Das es fast an jedem Tag Kapazitätsausweitungen in den Krankenhäusern bedarf, um Covid-Erkrankte aufzunehmen, lässt sich nicht beliebig fortsetzen. Wir müssen den Trend der Neuinfektionen gemeinsam stoppen“, sagt Mike Schubert. Vor allem in den nächsten Tagen, in denen aufgrund der Feier-, Brücken- und Wochenendtage die Inzidenzwerte erheblichen Schwankungen unterliegen, müsse man erneut Geduld zeigen. Frühestens Mitte kommender Woche könne anhand der Inzidenzwerte abgesehen werden, ob der starke Anstieg der Neuinfektionen vor den Weihnachtsfeiertagen gebremst werden konnte.

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