SARS-CoV-2-Virus: Variante B.1.1.7. bei sechs weiteren Menschen im Landkreis nachgewiesen

Sechs weitere Menschen im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa sind mit der B.1.1.7-Variante des SARS-CoV-2-Virus infiziert. Darunter die Ehefrau des Mannes, bei dem am 28.01.2021 erstmals mittels Marker-PCR die ansteckendere Mutation des Erregers nachgewiesen wurde. Damit erhöht sich die Zahl der Nachweise auf insgesamt sieben. Die fünf weiteren Infizierten stehen in keinem Zusammenhang mit dem ersten Indexfall. Der Ansteckungsweg konnten bisher nicht ausfindig gemacht werden. Bei zwei Personen wurde die  B.1.1.7-Variante im Rahmen eine zufälligen präventiven Testung festgestellt, die drei anderen sind an COVID-19-erkrankt; daraufhin wurden ihre Abstriche zur Sequenzierung weitergegeben – und bestätigt.

Die B.1.1.7-Variante des SARS-CoV-2-Virus wurde Ende 2020 erstmals in England nachgewiesen und ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ansteckender als der bisher grassierende Wildtyp des Virus.

Landrat Harald Altekrüger: „Die  Maßnahmen, um die weitere Ausbreitung der mutierten Form  zu verhindern, bleiben gesetzt: Das Gesundheitsamt testet das Umfeld der Variantenträgerinnen und –träger auf weitere Ansteckungen. Parallel dazu setzen wir alles daran, die Quelle der Infektion  zu ergründen. Dafür haben wir ein spezielles Team einberufen, das nun ausschließlich an der Eindämmung der B.1.1.7-Fälle arbeitet. Klar ist bisher: Keiner der Betroffenen war in letzter Zeit auf Reisen. Alle befinden sich in häuslicher Quarantäne und werden täglich  von den Mitarbeitenden des Gesundheitsamt betreut. Ihnen geht es den Umständen entsprechend gut.“

Die Anzahl der täglichen Neuinfektionen im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprejwja-Nysa ist derweil gesunken. Die 7-Tage-Inzidenz fiel in der vergangenen Woche erstmals in diesem Jahr unter 100 – das bedeutet, dass bei weniger als 100 Menschen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen wurde. Mit dem heutigen Tag sind insgesamt 5421 Einwohnerinnen und Einwohner labordiagnostisch positiv getestet worden. In den vergangenen 24 Stunden sind 10 weitere Ansteckungen  hinzugekommen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 73,9 und ist damit im Vergleich zum Wochenende  wieder leicht gestiegen. 3583 Menschen gelten als genesen, sodass 1671 Personen als aktuell infiziert gezählt werden. Etwa 700 Kontaktpersonen leben derzeit in Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie haben 165 Menschen ihr Leben im Zusammenhang mit COVID-19 verloren. (Stand 15.02.2021, 12 Uhr)

Hintergrund: Um einen besseren Überblick über die zirkulierenden Mutationen des SARS-CoV-2-Virus zu bekommen, unterstützt das Land Brandenburg das Carl-Thiem-Klinikum (CTK) beim Aufbau eines Referenzlabors zur Virusgenomsequenzierung mit 529.000 Euro. Die Genomsequenzierung findet in enger Kooperation mit der TH Wildau statt. Nach der neuen Coronavirus-Surveillanceverordnung des Bundesgesundheitsministeriums, die am 19. Januar 2021 in Kraft trat, sind mindestens fünf Prozent aller positiven Covid-19-PCR-Nachweise auf das Vorliegen neuer Virus-Varianten zu kontrollieren. Ziel der Analysen ist es, Kenntnisse über eine mögliche Ausbreitung der Corona-Mutationen zu erhalten.

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