Schadensaufnahme nach den Einbrüchen in die Neuen Kammern und in das Orangerieschloss

Glasbruch, beschädigte Türen und zerstörte Ornamentvasen

Schadensaufnahme nach den Einbrüchen in die Neuen-Kammern und in das Orangerieschloss

Nach den Einbrüchen in drei Potsdamer Liegenschaften der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Restaurierung die Schäden aufgenommen. Festgestellt wurden vor allem Glasbruch, beschädigte Türen sowie drei vom Nord-Ost-Pavillon des Orangerieschlosses herabgestürzte Ornamentvasen aus Zinkguss.

Die drei Ornamentvasen (Kopien aus den 1970er Jahren) sind irreparabel zerstört und müssen ersetzt werden. Im Falle einer vierten beschädigten Vase scheint eine Restaurierung möglich. Unter den zerstörten Fensterscheiben sind eine im 18. Jahrhundert gefertigte kleine originale Scheibe aus den Neuen Kammern und eine große Originalscheibe aus dem Orangerieschloss zu nennen. Außerdem wurden mehrere Türen beschädigt, darunter je eine furnierte Innentür in den Neuen Kammern und im Orangerieschloss.

Darüber hinaus ist Kunstgut weder abhanden noch zu Schaden gekommen.

Insgesamt wurde eine vorläufige Schadenssumme in Höhe von ca. 170.000 Euro ermittelt. Hinzu kommen allerdings noch Eigenleistungen, die von den Restauratorinnen und Restauratoren bzw. von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Schirrhofes zu erbringen sind.

In der Nacht vom 6. zum 7. Juli 2021 wurde in das Marschall-Keith-Haus, Lennéstr. 9, die Neuen Kammern von Sanssouci sowie in das Orangerieschloss im Park Sanssouci eingebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen ist von der Tat einer Einzelperson auszugehen. Laut Mitteilung der Polizei handelte es sich um einen 23-Jährigen aus dem Landkreis Teltow-Fläming, der sich anschließend „vom Dach“ des Orangerieschlosses habe fallen lassen und dabei „schwerstverletzt“ worden sei. Er befinde sich in einem Krankenhaus.

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