Schlag gegen die Organisierte Kriminalität – Zwei Tatverdächtige festgenommen und Vermögenswerte beschlagnahmt

#Cloppenburg/#Vechta (ots)

„Der heutige Tag stellt einen weiteren Meilenstein in der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta dar. Es ist ein deutliches Signal an all diejenigen, die versuchen, den Staat auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger hinters Licht zu führen, zu betrügen und damit horrende Summen einnehmen zu wollen. Auf diesem Erfolg werden wir uns nicht ausruhen, vielmehr werden wir auch weiterhin konsequent gegen diese Kriminellen vorgehen“, resümierte Jörn Kreikebaum, Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta.

Der Polizeiinspektion Cloppenburg /Vechta gelang unter der Federführung der Staatsanwaltschaft Oldenburg, Abteilung für Organisierte Kriminalität, am Dienstag, 28. Juni 2022, ein bedeutender Schlag gegen die Organisierte Kriminalität.

„Es waren langwierige und intensive Ermittlungen. Diese Arbeit hat sich nun ausgezahlt: Wir haben Strukturen der Organisierten Kriminalität aufgehellt und deren kriminelles Vorgehen mit diesem Einsatz zerschlagen. Maßgeblich für diesen Erfolg war nicht zuletzt die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei“, ist sich Polizeioberrat Alexander Kreye, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, sicher.

Für den bereits seit mehreren Wochen geplanten großangelegten Polizeieinsatz wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg von einem Richter eine Vielzahl von Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüssen sowie drei Haftbefehle erlassen.

Im Fokus der polizeilichen Maßnahmen stehen drei Männer aus Lohne und Vechta im Alter von 24 bis 46 Jahren, welche im Verdacht stehen, illegales Glücksspiel sowie Geldwäsche im großen Umfang betrieben zu haben. Bei den Ermittlungen ergab sich zudem der konkrete Verdacht der Organisierten Kriminalität mit Bezügen ins Ausland. Die Summe des Gesamtschadens, welche durch die Machenschaften der drei Männer entstanden ist, geht nach bisherigen Erkenntnissen in die Millionen.

Die Beschlüsse wurden am frühen Dienstagnachmittag, 28. Juni 2022, umgesetzt. Betroffen waren hiervon mehrere Privat- und Geschäftsobjekte im Landkreis Vechta sowie in Hannover und in Nordrhein-Westfalen. Im besonderen Fokus standen hierbei zwei Gewerbeobjekte in der Lindenstraße in Lohne. Hierzu wurden zwischenzeitlich auch im Innenstadtbereich Straßensperrungen durchgeführt, um die polizeilichen Maßnahmen durchzusetzen. Eine Gefahr für Dritte bestand zu keiner Zeit. In einem Objekt der Lindenstraße wurden auch die zwei Tatverdächtigen, gegen die ein Haftbefehl vorlag, angetroffen und festgenommen.

Ein weiterer Tatverdächtiger, gegen den Haftbefehl erlassen wurde, hält sich bereits seit geraumer Zeit im Ausland auf. Dies war der Polizei im Vorfeld bekannt. Ermittlungen hierzu werden im Ausland durchgeführt.

Im Rahmen der Durchsuchungen wurde etliches Beweismaterial beschlagnahmt sowie Vermögenswerte und Gegenstände eingezogen, die mit den kriminellen Geschäften erwirtschaftet worden sind. Unter anderem wurde auch ein hochwertiger Porsche beschlagnahmt.

Die Beweismittel müssen nun gesichtet und ausgewertet werden. Die Ermittlungen hierzu werden noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Aber bereits jetzt steht die Polizei in Kontakt mit den zuständigen Behörden, um auch nachhaltig verbrecherische Strukturen zu erkennen, zu verhindern und schnellstens zu bekämpfen.

Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta wurde bei diesem Großeinsatz von Einsatzkräften unterschiedlicher Dienststellen unterstützt, darunter die Polizeidirektionen Oldenburg und Lüneburg mit ihren Diensthunden, die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen, das Landeskriminalamt Niedersachsen, die Polizeidirektion Hannover sowie die Polizeiinspektionen Oldenburg-Stadt/Ammerland und Diepholz. Auch war eine Polizeidienststelle aus Nordrhein-Westfalen, die Steuerfahndung Oldenburg sowie der Landkreis Vechta beteiligt.

„Ich danke den Kolleginnen und Kollegen für Ihre akribische Ermittlungsarbeit“, so Polizeipräsident Johann Kühme. „Dieses Ermittlungsverfahren zeigt, dass derart hochkomplexe Strafverfahren oftmals langwierige Ermittlungen erfordern. Durch die Einrichtung ständiger Ermittlungsgruppen am Sitz unserer Polizeiinspektionen haben wir auch zukünftig die Möglichkeit, diesen Kriminalitätsformen effektiv und nachhaltig zu begegnen.“

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