Schleusung am Sonntag aufgedeckt

#Frankfurt (Oder) (ots)

 

Beamte der Bundespolizei und des polnischen Grenzschutzes deckten am Sonntag die Einschleusung von vier Männern im Frankfurter Stadtgebiet auf. Einen mutmaßlichen Schleuser nahmen die Beamten vorläufig fest. Rund elf Stunden später stoppten sie eine Personengruppe im Bereich der BAB12.

Gegen 1:30 Uhr kontrollierte eine Streife der Gemeinsamen deutsch-polnischen Dienststelle einen in Polen zugelassenen Pkw Audi A3 im Frankfurter Stadtgebiet. Neben dem 28-jährigen polnischen Fahrer waren vier Männer marokkanischer und ägyptischer Staatsangehörigkeit im Fahrzeug, die über keine aufenthaltslegitimierenden Dokumente verfügten.

Die Beamten nahmen den Fahrer wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern vorläufig fest. Die Geschleusten nahmen sie in Gewahrsam und ermitteln nun wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts. Die drei ägyptischen und der marokkanische Staatsangehörige gaben an, über Russland, Belarus und Polen nach Deutschland gekommen zu sein.

Nach Abschluss der Maßnahmen und Äußerung von Schutzersuchen wurden die Geschleusten im Alter von 20, 21, 37 und 39 Jahren an die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Brandenburg überstellt. Der mutmaßliche 28-jährige Schleuser konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Dienststelle wieder verlassen.

Einige Stunden später, gegen 12:30 Uhr, stoppten Einsatzkräfte der Bundespolizei und der gemeinsamen Fahndungsgruppe fünf Männer aus Syrien und Somalia, die zu Fuß im Bereich der BAB 12 unterwegs waren. Alle Personen verfügten lediglich über gültige Reisepässe mit darin enthaltenen russischen Visa. Die Männer im Alter zwischen 19 und 27 Jahren hatten keine aufenthaltslegitimierenden Dokumente.

Nach Einleitung von Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts und Äußerung eines Schutzersuchens wurden auch sie an die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt überstellt.

Hintergrund: Die Bundespolizeidirektion Berlin verzeichnet im brandenburgischen Grenzabschnitt zu Polen weiterhin unerlaubte Einreisen mit einem Bezug zu Belarus. Nach 123 Feststellungen im Mai 2022 griff die Bundespolizeidirektion Berlin im Juni 116 unerlaubt eingereiste Personen mit Belarus-Bezug auf.

Hinweis:

Die vorstehenden Zahlen beschränken sich ausschließlich auf den räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeidirektion Berlin. Dieser bezieht sich auf die deutsch-polnische Grenze im Bereich des Bundeslandes Brandenburg.

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