Schneller von A nach B über die Straße

Landräte aus Elbe-Elster und Nordsachsen erörterten mit stellvertretendem Botschafter Chancen für bessere Verkehrsanbindungen für die Region

Die beiden Landräte aus Elbe-Elster und Nordsachen, Christian Heinrich-Jaschinski und Kai Emanuel, wollen sich weiter für bessere Verkehrsanbindungen für die Region stark machen. Dafür sprachen sie sich unlängst (30. August) bei einem gemeinsamen Treffen in Herzberg aus. Sie sehen dafür nach der nächsten Bundestagswahl gute Chancen, wenn Karten neu gemischt werden. Zusammen mit Deutschlands stellvertretendem Botschafter in Polen, Knut Abraham, wollen sie Möglichkeiten ausloten, wie die Menschen im europäischen Verbund schneller von A nach B über die Straße kommen.

Beide Landräte stimmen darin überein: Der weitere Ausbau der Bundesfernstraßen ist vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Region, der Verbesserung der Erreichbarkeit der zentralen Orte und der Erhöhung der Lebensqualität in den Kommunen Grundvoraussetzung für die kontinuierliche Entwicklung in den Landkreisen Elbe-Elster und Nordsachsen. Die Umsetzung des Projekts „Milau“ würde Planungssicherheit für ansiedlungswillige Investoren, ansässige Unternehmen und den Bundeswehrstandort Schönewalde-Holzdorf bedeuten. Die neue Ost-West-Verbindung würde dabei helfen, eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes im strukturschwachen Süden sicherzustellen.

Als wichtig wurden darüber hinaus folgende Verbindungen identifiziert:

– Ausbau der B 101 Bad Liebenwerda-Herzberg weiterführend nach Jüterbog-Berlin,

– Ausbau der B 187 Lutherstadt Wittenberg-Jessen zur B 101 als wichtige Ost-West-Achse für die Wirtschaftsunternehmen und den Bundeswehrstandort Schönewalde-Holzdorf,

– die Trassierung der B 6n im Rahmen der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplanes durch den konfliktärmeren Bereich nördlich der Dübener Heide,

– Ausbau der B 87 Leipzig-Eilenburg-Torgau-Herzberg-Luckau mit Realisierung der Ortsumfahrungen

sowie der Ausbau der Straßeninfrastruktur im Bereich der sogenannten Leila-Süd (Fernverkehrsverbindung Leipzig–Lausitz) mit Abschnitten der B 183, der B 101 sowie der B 169.

Nach der Bundestagswahl am 26. September sollen dafür mit verantwortlichen Stellen auf Landes- und Bundesebene zügig Kontakte hergestellt werden, um für die Verkehrsprojekte zu werben.

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