Schuleingangsuntersuchungen in Potsdam abgeschlossen

Gesundheitsamt der Landeshauptstadt hat 2030 angehende Erstklässler untersucht

Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Potsdam hat alle diesjährigen Schuleingangsuntersuchungen fristgerecht durchgeführt. Seit Oktober 2020 wurden im Kinder- und jugendärztlichen Dienst insgesamt 2030 angehende Erstklässler untersucht. Für 267 Kinder wurde eine Rückstellung empfohlen, so dass diese noch ein Jahr länger in der Kita verbleiben, um durch eine adäquate Förderung einzelne Entwicklungsrückstände aufzuholen.

„Es war uns sehr wichtig, trotz der Corona-Pandemie die Durchführung der Schuleingangsuntersuchungen für die zukünftigen Erstklässler sicherzustellen und fristgerecht durchzuführen“, sagt die Leiterin des Fachbereichs Öffentlicher Gesundheitsdienst, Dr. Kristina Böhm. „Wir sind sehr froh, dass uns das unter den gegebenen Umständen und mit Hilfe eines hausinternen Hygienekonzeptes gelungen ist. Damit steht von unserer Seite aus den Kindern für den Start ins Schulleben 2021/22 nichts mehr im Wege“, so Böhm.

Die Schuleingangsuntersuchung ist eine pflichtige Untersuchung für alle Kinder, die bis zum Stichtag 30. September das sechste Lebensjahr vollenden. Diese wird jährlich durch den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst durchgeführt. Das kinder- und jugendärztliche Team des Gesundheitsamtes beurteilt den Entwicklungsstand der Kinder hinsichtlich der Schulreife. Bei der Untersuchung werden das körperliche Wachstum, das Sehen und das Hören überprüft. Auch eine Impfberatung findet statt. Durch verschiedene Tests wird die kognitive und motorische Entwicklung des Kindes beurteilt, wodurch eine Einschätzung über die Konzentrationsfähigkeit und Lernbereitschaft für schulische Anforderungen erreicht wird.

Die wichtigste Frage dabei ist, ob das Kind die körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Voraussetzungen für den Schulalltag erfüllt. In manchen Fällen ist eine Rückstellung vom Schuleintritt unvermeidbar. Im Falle eines Förderbedarfes ist es wichtig, rechtzeitig die passenden Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten für einen gelingenden Schulstart zu organisieren. Die Schulen erhalten die kinderärztliche Einschätzung der Schulreife und des notwendigen Förderbedarfes eines jeden Kindes.

„In dieser Pandemiezeit wird der jungen Generation von Schülerinnen und Schülern eine enorm hohe Anpassungsleistung zusätzlich zu den schulischen Leistungsanforderungen abverlangt. Umso mehr Bedeutung kommt auch einem gelungenen Start in das Schulleben, als Eintrittskarte für den Bildungsweg eines Menschen, zu. Die kinderärztliche Entwicklungsbeurteilung hinsichtlich des Schulstarts erfüllt damit auch einen hohen Stellenwert in der gesundheitlich-sozialen Prävention. Diese Investition in die Zukunft jedes einzelnen Kindes wird damit im Potsdamer Gesundheitsamt auch in diesen Zeiten als hochprioritär und unverzichtbar angesehen, denn die (Schul-)Bildung unserer Kinder wird die Zukunft unserer Gesellschaft und damit auch unserer Stadt prägen“, so Dr. Kristina Böhm.

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