Schulungsstart für Brandenburger „Smart City Manager:in“

Für 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommunaler Verwaltungen beginnt heute das neue landesweite Schulungsprogramm „Smart City Manager:in“. Die Fortbildung wurde vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) in Zusammenarbeit mit der DigitalAgentur Brandenburg erarbeitet und wird durch das MIL finanziert. Das erste der fünf Online-Module beschäftigt sich mit den Grundlagen der digitalen Transformation.

Infrastrukturminister Guido Beermann: „Digitalisierung ist für die kommunalen Verwaltungsaufgaben unverzichtbar. Um den Herausforderungen des digitalen Wandels bewältigen zu können, brauchen wir qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sowohl mit den Aufgaben der öffentlichen Verwaltung als auch mit den Potentialen der Digitalisierung vertraut sind. Mit der Schulung „Smart City Manager:in“ haben wir zusammen mit der DigitalAgentur Brandenburg ein innovatives Qualifizierungsprogramm geschaffen, das den Weg zu einer bürgernahen und effizienteren Kommunalpolitik ebnet.“

Am ersten Durchgang des Schulungsprogramms „Smart City Manager:in“ beteiligen sich Bad Belzig, Bernau bei Berlin, Brandenburg an der Havel, Eisenhüttenstadt, Guben, Herzberg (Elster), Michendorf, Perleberg/Wittenberge, Potsdam, Rüdersdorf bei Berlin, Schöneiche bei Berlin, Schwielowsee, Schwedt/Oder, Senftenberg und Zossen. Die Kommunen sind mit Blick auf ihre Größe und Lage ein vielfältiger Querschnitt durch das Land Brandenburg.

In fünf Modulen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt- und Gemeindeverwaltungen mit den technischen und rechtlichen Grundlagen von „Smart City“   vertraut gemacht. Dabei sind die Inhalte breit und praxisnah angelegt – von der digitalen Transformation und Smart City in der Stadtentwicklung, über IT-Sicherheit bis hin zur Beteiligung und Vernetzung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen dabei verschiedene Konzepte, Lösungen, Werkzeuge und Möglichkeiten der Strategieentwicklung vor dem Hintergrund vergleichbarer kommunaler Kontexte kennen. Zudem erfahren sie, wie sie eine Smart-City-Strategie wirksam und partizipativ umsetzen und adressatengerecht kommunizieren können.

Durch eine bessere Fachpolitik, die Kompetenzen und Daten effizienter nutzt, stellt „Smart City“ eine Chance für die kommunale Entwicklung und Bürgerfreundlichkeit dar. Das sieht auch die Stadt Herzberg so: „Wir haben das Ziel, alle Fachbereiche und alle Bereiche aus der Bürgerschaft mit einzubeziehen, um Herzberg gemeinsam und zukunftsträchtig zu gestalten. Diese Fortbildung passt gut in unsere strategische Ausrichtung“, sagt Stephanie Kunze, angehende „Smart City Managerin“.

Die Stadt Bernau bei Berlin setzt beim Thema „Smart City“ auf die Zusammenarbeit verschiedener Stellen. „Ich übernehme derzeit die Koordination im Bereich Smart City, innerhalb unseres Hauses sowie mit den städtischen Gesellschaften und zukünftigen Partnern. Das ist die Basis für die zukünftige Entwicklung einer Smart City-Strategie“, erklärt Claudia Lorenz, Schulungsteilnehmerin der Stadtverwaltung Bernau bei Berlin.

Brandenburg an der Havel geht die Digitalisierung von mehreren Seiten an: Hier ist der künftige Smart City Manager Martin Deschner sowohl für den geförderten Breitbandausbau als auch für das Thema Smart City und Digitale Agenda verantwortlich. „In meiner Stadt wurde dafür eigens ein Digitalbeirat gegründet“, so Deschner.

Das Qualifizierungsprogramm von MIL und DigitalAgentur Brandenburg läuft bis Ende des Jahres 2021. Es wird von der Fachhochschule Potsdam wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Ab 2022 sind weitere Durchgänge geplant.

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