Sebastian Frenkel trägt sich in das Goldene Buch ein

Am Donnerstagabend hat sich Sebastian Frenkel, im Rahmen eines Benefizkonzerts zugunsten der Hochwasseropfer in der Eifel, in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Potsdam eingetragen. Sebastian Frenkel ist der Initiator von #PotsdamhilftderEifel einer Hilfsaktion für Flutopfer. Die Veranstaltung fand am Abend in der Nikolaikirche statt. Oberbürgermeister Mike Schubert sowie Nikolaikantor Björn O. Wiede hatten zum Benefizkonzert eingeladen, um die Aktion zu unterstützen und sich gleichzeitig bei allen helfenden Potsdamerinnen und Potsdamern zu bedanken. Stellvertretend für alle Unterstützer nahm Sebastian Frenkel diese Würdigung an.

Oberbürgermeister Mike Schubert: „Der heutige Abend ist denen gewidmet, die in einer Julinacht alles verloren, zugleich aber auch jenen, die selbstlos geholfen haben. Stellvertretend für Viele steht Sebastian Frenkel, der die Idee #PotsdamhilftderEifel ins Leben gerufen hat. Sebastian Frenkel organisierte praktische Hilfe und spannte zugleich ein ganzes Netz von Unterstützern. Ich habe in den letzten Wochen schon mehrfach den Österreicher Hermann Gmeiner zitiert, der die SOS-Kinderdörfer begründet hat. ‚Alles Gute auf der Welt geschieht nur, wenn einer mehr tut, als er tun muss. Das Gute, das ich nicht tue, kann niemand für mich tun.‘ Lieber Herr Frenkel: dieser Satz gilt für Sie in besonderer Weise. Anderen zu helfen, hatte für Sie nicht in diesem Jahr Premiere: Sie haben 2007 die Spirellibande mit initiiert. Hilfe und Engagement für die Schwächsten und Bedürftigsten in unserer Gesellschaft – das ist offenbar eine Konstante in Ihrem Leben, für die ich Ihnen heute Abend persönlich und im Namen der Landeshauptstadt Potsdam herzlich danken möchte.“

Oberbürgermeister Mike Schubert dankte auch Björn O. Wiede und den Veranstaltern dafür, dass aus dem heutigen Eröffnungskonzert des Festivals Ponti. („Brücken zwischen Menschen, Künstlern, Generationen“) der Brandenburgischen Bachgesellschaft, ein Benefizkonzert wurde. Mit acht Trompeten und zwei Pauken erinnerte das Barocktrompetenensemble Berlin rhythmisch und klangstark an die große Zeit der Trompetengala. Insgesamt konnten an diesem Abend rund 2.300 Euro Barspenden für die Betroffenen in der Flutregion eingenommen werden. Zudem gehen täglich etwa 300 – 600 Euro über PayPal oder Banküberweisung auf das Spendenkonto von Frenkel ein.

Zum Hintergrund:

Ausgangspunkt für Sebastian Frenkel, eine Hilfsaktion für die Flutopfer zu starten, war der Anruf seines Freundes vom Nürburgring. Daraufhin konnten mit der Hilfe vieler Menschen 131 Bautrockner, 45 Stromgeneratoren und hunderte Meter Kabel in das Flutgebiet gebracht und direkt schnelle Hilfe geleistet werden. Mittlerweile können aufgrund der hohen Nachfrage keine Trocknungsgeräte mehr beschafft werden, der Markt ist ausgeschöpft. Die Menschen vor Ort benötigen aber weiterhin Hilfe.

Über seine Website www.potsdam-hilft-der-eifel.de vermittelt Sebastian Frenkel nun Patenschaften, um gezielt Menschen zu unterstützen. Hilfsbereite Personen können sowohl Geld für konkrete Bedarfe spenden oder komplette Patenschaften übernehmen. Auch Sachspenden sind möglich. Die einzelnen Schicksale/Familien werden mit ihren Bedarfen auf der Website vorgestellt. Spenden können überwiesen oder über PayPal getätigt werden.

Hilfsbereitschaft und Engagement sind gerade jetzt nichts Selbstverständliches: Die Corona-Pandemie hat auch Sebastian Frenkel und seiner Familie Enormes abverlangt. Er selbst leitet eine Werbeagentur, seine Frau Lena ist Gastronomin – es ist allgemein bekannt, welche Auswirkungen die Pandemie für diese Branchen hatte und noch immer hat. Anderen zu helfen, hatte für Sebastian Frenkel aber nicht erst in diesem Jahr Premiere: bereits 2007 hat er die Spirellibande mit initiiert, die mittlerweile täglich circa 350 Kinder und Jugendliche in der Landeshauptstadt Potsdam mit einem gesunden Schulessen versorgt.

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