Sebastian Fritze ist neuer Präsident des LBGR in Cottbus

Minister Steinbach hat den Diplom-Geologen heute offiziell in sein Amt eingeführt

 

Cottbus, 12. Oktober 2020. „Immer ein glückliches Händchen bei der Amtsführung und bei den zu treffenden Entscheidungen“ hat Wirtschaftsminister Jörg Steinbach dem neuen Präsidenten des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR), Sebastian Fritze, gewünscht. Heute hat ihn Minister Steinbach im Rahmen einer Belegschaftsversammlung offiziell in sein Amt eingeführt, das er am 1. Oktober in Cottbus angetreten hat. Zugleich dankte Steinbach der LBGR-Abteilungsleiterin Angelika Seidemann, die das Landesamt in den vergangenen Monaten kommissarisch geleitet hat.

Der 1973 in Marienberg (Erzgebirge) geborene Fritze studierte an der TU Bergakademie Freiberg und schloss sein Studium 1995 mit der Diplomprüfung in der Fachrichtung Geologie und Paläontologie ab. Seit 1998 war er in der sächsischen Landestalsperrenverwaltung tätig, in den vergangenen 15 Jahren als Betriebsleiter des Betriebes Spree/Neiße. „Sebastian Fritze kommt aus der Region und kennt sie wie seine Westentasche“, sagte Minister Steinbach. Er erwarte von ihm „frischen Wind und interessante neue Ideen und Konzepte“.

Das LBGR ist 2004 aus der Fusion zweier bis dahin eigenständiger Ämter entstanden, des Landesamtes für Geologie und Rohstoffe Brandenburg und des Landesbergamtes. „Die Aufgaben des LBGR sind vielfältig“, hob Steinbach hervor. Im Zusammenhang mit dem bis spätestens 2038 vorgesehenen Kohleausstieg seien kurzfristig zahlreiche berg- und wasserrechtliche Verfahren und Genehmigungen neu zu bescheiden – im aktiven Braunkohleberbau ebenso wie im Sanierungsbergbau. Im Bereich des geologischen Dienstes seien Daten nicht zuletzt unter den Aspekten des Klimawandels für die Wasserwirtschaft, die Land- und Forstwirtschaft, das Bauwesen und große Infrastrukturprojekte gefragt.

„Zudem werden sicherlich in den kommenden Jahren weiterhin zahlreiche Rechts- und Verfahrensfragen das Amt beschäftigen“, sagte der Minister. „Denn fast jedes größere Verfahren wird heute juristisch in Frage gestellt – sei es die Zulassung von Hauptbetriebsplänen im Braunkohlebergbau, seien es Aufsuchungserlaubnisse im Erdöl- und Erdgasbereich oder Leitungsausbauvorhaben im Energiebereich.“

Eine Organisationsuntersuchung im LBGR befindet sich aktuell in der Schlussphase. „Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass eine Neuaufstellung des Amtes nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen ist. Die Umsetzung wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen“, sagte Steinbach. „Der neue Präsident wird intensiv gefordert sein, den Übergang der Behörde in die digitale Zukunft zu gestalten.“

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