Segelboot gesunken

Wasserstraße, Beetzsee – Riedensee –

Sonntag, 30.05.2021, 14:15 Uhr – 

Ein Unfall mit einem Segelboot hat sich am Sonntagnachmittag ereignet. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 53-jähriger Mann mit seinem Boot unterwegs, als offenbar unvermittelt eine Windböe sein Segelboot erfasste. Obwohl im weiteren Verlauf auch andere Bootsführer zu Hilfe kamen, gelang es dem Mann nicht, das Boot wieder zu stabilisieren, so dass dieses im weiteren Verlauf kenterte und offenbar bis auf den Grund sank. Der Mann wurde durch die DLRG zur medizinischen Versorgung ans Ufer gebracht, er war jedoch unverletzt. Da das Segelboot noch nicht geborgen werden konnte, wurde die Unfallstelle für die übrige Schifffahrt mittels Döpper gekennzeichnet wurde. An Bord befanden sich keine Betriebsflüssigkeiten, sodass von keiner Gewässerverschmutzung auszugehen ist. Die Bergung des Fahrzeugs liegt in der Verpflichtung des Eigentümers und soll zeitnah durchgeführt werden.

Seit etwa einem Monat hat die Wassersportsaison offiziell begonnen und die steigenden Temperaturen locken bereits schon jetzt viele Menschen auf die Gewässer in der Region. Dies kann allerdings auch unschöne Folgen haben, wie ein Blick auf die Statistik zeigt: 2020 ereigneten sich 81 Schiffsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion West. Während die Anzahl der Unfälle mit Berufsschifffahrten im Vergleich von 2019 (22 Unfälle) auf 2020 (neun Unfälle) deutlich sank, ergab sich ein entgegengesetzter Trend hinsichtlich der Sport- und Freizeitschifffahrt. Im Jahr 2019 gab es in diesem Bereich 58 Unfälle, im vergangenen Jahr waren es 72 Unfälle.

In diesem Zusammenhang weist die Polizeidirektion West darauf hin, wie wichtig es ist, auch auf dem Wasser sicher und vorbildlich unterwegs zu sein:

  • Bevor der Startschuss für die Tour auf das Wasser erfolgt, sollten einige Vorkehrungen getroffen werden. Die Kontrolle der Sicherheitsausrüstung an Bord und insbesondere deren Funktionsfähigkeit sollte für jeden Wassersportler selbstverständlich sein. Dazu gehören eine genügende Anzahl von Rettungsmitteln (Rettungsringe oder Rettungswesten). Besonders Sportbootführer, die mit kleinen Kindern oder Nichtschwimmern unterwegs sind, sollten geeignete Rettungsmittel mitführen und vor allem darauf achten, dass diese auch getragen werden. Ein Verbandskasten sollte auf keinem Sportboot fehlen.
  • Die Witterung kann sich schnell ändern und mit plötzlich auftretenden Böen muss auf dem Wasser immer gerechnet werden. Der Fahrer sollte durch gute Vorbereitung und auch Erfahrung in der Lage sein, sein Boot durch geschickte Manöver wieder unter Kontrolle zu bekommen.
  • Für den Eigentums- und Qualifikationsnachweis sollte unbedingt das Originaldokument mitgeführt werden muss. Ablichtungen genügen nicht!
  • Die Promillegrenzen liegen in der Schifffahrt analog zu denen im Straßenverkehr. Dies bedeutet, dass der Sportbootführer ab 0,5 Promille sein Fahrzeug nicht mehr führen darf.
  • Weiterhin sind Sicherheitsüberprüfungen vor der ersten Fahrt wichtig, insbesondere den selbst eingebauten Zubehörteilen sollte besondere Aufmerksamkeit gelten.
  • Für Sportmotorbootfahrer ist das Hilfspaddel ein unverzichtbares Zubehör, denn so mancher Bootsmotor hatte mitunter schon nach einigen Minuten seinen Dienst eingestellt. Dann ist es oftmals notwendig, die Fahrrinne aus eigener Kraft zu verlassen, oder das Ufer zu erreichen.
  • Vor dem ersten Starten des Motors, aber auch nach jeder Betankung, ist es wichtig, den Motorraum ausreichend zu belüften! Damit verhindert man die Bildung von explosiven Kraftstoff-Luftgemischen.
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