Sicherer Schulanfang in Cottbus/Chóśebuz

Mit jedem neuen Schuljahr kommen für viele Kinder auch neue Erfahrungen
im Straßenverkehr hinzu. Der vertraute Weg zur Kita weicht für ca. 830
Mädchen und Jungen als Erstklässler in Cottbus/Chóśebuz dem neuen Weg
zur Schule. Ältere Schüler gehen oftmals zum neuen Schuljahr zum ersten
Mal allein und somit ohne die Aufsicht der Eltern zur Schule. Diese
Schulwege sicher zu gestalten, ist seit Jahren Anspruch der Stadtverwaltung
Cottbus/Chóśebuz.
Aus diesem Grund wurde auch für dieses neue Schuljahr auf gemeinsame
Anstrengungen mit der Verkehrswacht Cottbus, den Partnern von DEKRA,
Cottbusverkehr und Polizei gesetzt, und ein umfangreiches Konzept
erarbeitet, welches das Ziel hat, speziell für Erstklässler ein Höchstmaß an
Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.
Die Verkehrswacht Cottbus wird in guter Tradition mit Verkehrshelfern auf
den Schulwegen, bei Querungshilfen und bei Fußgängerüberwegen dafür
Sorge tragen, dass für die Sicherheit gesorgt ist. Die Verkehrshelfer stehen
mit ihrer auffälligen Warnkleidung den Kindern als Hilfe zur Verfügung und
erinnern die autofahrenden Personen zeitgleich daran, dass erneut die Zeit
der besonderen Vorsicht angebrochen ist.
Durch das Engagement von DEKRA und dem Land Brandenburg können
auch in diesem Jahr die bewährten roten Schulanfängermützen an jeden
Schulanfänger in Cottbus/Chóśebuz und Südbrandenburg übergeben
werden. Der Leiter des Fachbereiches Ordnung und Sicherheit Manuel Helbig
appelliert an Eltern und Lehrkräfte darauf zu achten, dass die roten
Schulanfängermützen auch getragen werden: „Sie signalisieren allen
Autofahrern, dass das Kind mit der roten Mütze am Straßenrand ein
Schulanfänger ist und daher besonders vorsichtig gefahren werden soll.
Immerhin sind Schulanfänger auch oftmals Verkehrsanfänger.“
Weiterhin werden wieder Kontrollen auf den Schulwegen stattfinden. Diese
umfassen neben der Geschwindigkeit auch das Verhalten der Autofahrer und
Autofahrerinnen auf den Schulwegen und im Umfeld der Schulen. Ein
Zuparken von Gehwegen und Kreuzungen gefährdet die Kinder, da diese
dann auf die Straße ausweichen müssten oder beim Überqueren von
Kreuzungen nicht alles einsehen können.

Zusätzlich wird es eine Aktion der Polizei, der Stadtverwaltung und der Verkehrswacht zusammen
mit einer Cottbuser Grundschule zum Schulanfang geben, bei der unter anderem Fahrzeugführer
angehalten werden, um durch die Schüler und Schülerinnen auf das Handy am Ohr oder die
überhöhte Geschwindigkeit vor der Schule und anderes angesprochen zu werden. Dies soll auf
besondere Weise sensibilisieren, dass die volle Konzentration dem Straßenverkehr gelten muss und
die zulässige Höchstgeschwindigkeit einzuhalten ist.
Die Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmer erfolgt überdies durch das Anbringen von
Spannbändern im gesamten Stadtgebiet mit der Bitte an die Autofahrer, besonders vorsichtig und
rücksichtsvoll zu fahren.
In den Sommerferien fand zudem eine Verkehrsschau vor jeder Grundschule statt. Dabei wurde der
bauliche und verkehrsorganisatorische Zustand analysiert und bis zum Schulbeginn mögliche
Gefahrenstellen beseitigt. Dazu zählen beispielsweise die Erneuerung von verblassten
Verkehrszeichen und das Aufstellen zusätzlicher Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Schulwegen.
Es wurde überdies deutlich, wie sehr sich durch das Fokussieren auf die Sicherung der Schulwege in
den letzten Jahren deutliche Verbesserungen vor zahlreichen Grundschulen ergeben haben – sei es
durch zusätzliche Parkplätze, Einrichtung von Elternhaltestellen, Bau von Querungsmöglichkeiten,
Änderungen der Verkehrsorganisation oder Anpassung der Beschilderung bzw. Markierung. Kaum
ein Schulweg bzw. ein Schulumfeld ähnelt noch dem Zustand von vor 10 Jahren war.
Die Errichtung eines Fußgängerüberweges im Bereich Finsterwalder Straße/Leipziger Straße,
behandelt von der Stadtverordnetenversammlung in der Juni-Sitzung, wird aktuell noch geprüft. Ziel
soll es sein, dass der Weg zwischen dem Hort und der Fröbel-Grundschule sicherer wird. Hierzu
müssen im Vorfeld Verkehrsbeobachtungen und Zählungen stattfinden, die nur dann einen Sinn
ergeben, wenn der Schulbetrieb wieder läuft. Nur dann ist abzusehen, wo die Fußgänger und
Schulkinder die Straße überqueren. Um die Sicherheit bereits jetzt zu erhöhen, wurde die
Geschwindigkeit in dem Bereich auf 30 km/h reduziert.
Cottbusverkehr zeigt auch in diesem Jahr den Erstklässlern, wie man sich richtig an Haltestellen
sowie in Bussen und Bahnen verhält, damit man sicher in die Schule und wieder nach Hause kommt.
„Ziel all dieser Bemühungen ist es, dass auch in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler sicher und
unfallfrei zur Schule und am Nachmittag wieder nach Hause kommen“, so Manuel Helbig.

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