Situation in Kitas verschärft sich

Information zur Aufnahme der Kinder bei krankheitsbedingtem Personalausfall
Die aktuelle Situation in den Kitas und Schulen in der Stadt Ludwigsfelde in Folge positiver
Corona-Test ändert sich täglich, beinahe stündlich. Bereits jetzt sind an Schulen wie der
Theodor-Fontane-Grundschule mehrere Klassen aufgrund positiver Corona-Test von Lehrern und Schülern in Quarantäne. Auch in den Kitas ist die Personalsituation aufgrund von
Krankheit und Quarantäne angespannt. „Wir müssen diese dynamische Situation in unseren
Einrichtungen täglich neu und vor allem angemessen bewerten und können keine Prognose
abgeben, so wichtig das für alle Eltern wäre“, erklärt Bürgermeister Andreas Igel die aktuelle
Lage.
Sollte in den städtischen Einrichtungen zusätzliches Personal ausfallen, können aufgrund
des gesetzlichen Betreuungsschlüssels nicht mehr alle Kinder aufgenommen werden. „Der
Gesundheitsschutz aller hat in dieser Situation Vorrang. Aktuell finden deshalb keine Wechsel des pädagogischen Personal zwischen den Einrichtungen statt. Nur so können wir einigermaßen sicherstellen, dass sich das Virus zumindest nicht über unsere Erzieherinnen und
Erzieher in mehreren Kitas verbreitet und wir so viele Kinder wie möglich betreuen können“,
stellt Igel die äußerst angespannte Situation dar.
Es können in den Kitas der Stadt nur so viele Kinder aufgenommen werden, wie durch vorhandenes Personal betreut werden kann. Aktuell können noch alle Kinder, sofern sie sich
nicht vorsorglich in Quarantäne befinden, betreut werden.
Folgende Reihenfolge wird bei der Aufnahme der Kinder bei kurzfristig ausfallendem
Personal festgelegt:
1. Kinder, deren Elternteile beide in systemrelevanten Berufen gemäß der Bestimmung
aus dem Frühjahr arbeiten.
2. Kinder, bei denen ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet.
3. Alleinerziehende Eltern
Können aus Personalkapazitätsgründen nicht alle Kinder aufgenommen werden, so erstellt
die Einrichtung entsprechend der o. g. Reihenfolge einen Betreuungsplan, der täglich oder
wöchentlich wechselnd angewandt wird. Eltern müssen keinen neuen Antrag auf Notbetreuung stellen, da alle vorangegangenen Anträge und Entscheidungen der Stadtverwaltung
noch immer vorliegen. Änderungen zur damaligen Situation sind unverzüglich bei der Einrichtungsleitung anzuzeigen.

Für den Bürgermeister ist die ungewisse Situation für Eltern und Kinder nachvollziehbar. „Wir
stehen immer im Zwiespalt zwischen unseren geschlossenen Betreuungsverträgen, dem
rechtlich vorgeschriebenen Betreuungsschlüssel und unserem eigenen Anspruch, alle Kinder
betreuen zu wollen. Das ist schwierig, weil sich die Situation täglich ändert. Trotz allem ist es
toll zu sehen, wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kinder täglich mit Herz und
Leidenschaft zum Strahlen bringen! Hinzu kommt, dass uns viele Eltern, die sich im HomeOffice befinden, schon jetzt unterstützen, indem sie ihre Kinder selbst betreuen. Das alles
hilft, die schwierige Situation zu bewältigen.“
Eltern, die bis dato keinen Antrag auf Notbetreuung gestellt haben, können dies nachholen.
Entsprechende Formulare finden Sie auf der Homepage der Stadt Ludwigsfelde und werden
auch von der Einrichtungsleitung ausgehändigt. Bei Bedarf stellt Ihnen die Stadt Ludwigsfelde bei Nichtaufnahme des Kindes bzw. der Kinder ein Dokument für Ihren Arbeitgeber
aus. Eltern, deren Kind nicht betreut werden kann und die nicht im Home-Office arbeiten
können, haben nach einer bundeseinheitlichen Regelung Anspruch auf eine 67 %-ige NettoEntgeltfortzahlung.

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