Sozialstaatssekretär Ranft fordert allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Pflege – Tag der Pflege am 12. Mai

Tag der Pflege am 12. Mai – Brandenburg unterstützt pflegende Angehörige mit Maßnahmen aus dem „Pakt für Pflege“

Vor dem Tag der Pflege (12. Mai) fordert Brandenburgs Sozialstaatssekretär Michael Ranft höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Wertschätzung für Pflegekräfte: „Pflege ist einer der zentralen Herausforderung unserer ganzen Gesellschaft. Die schwarz-rote Bundesregierung hat längst überfällige Entscheidungen für die Pflege in den zurückliegenden Jahren verschlafen. Das ist ein schweres Versäumnis zu Lasten aller, die Pflege benötigen und die tagtäglich rund um die Uhr hilfebedürftige Menschen versorgen. Wir brauchen in Deutschland endlich einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Pflege. Darüber wurde viel zu lange nur geredet. Mit einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag können nicht nur die Verdienstmöglichkeiten der Pflegekräfte verbessert werden, sondern auch die Arbeitsbedingungen. Außerdem muss die Pflegeversicherung grundlegend reformiert werden. Lange hat die Bundesregierung dieses wichtige Vorhaben vor sich hergeschoben. Erst jetzt, am Ende ihrer Regierungszeit, legt sie dafür einen Gesetzentwurf auf den Tisch. Beschlossen ist aber noch nichts.“

Staatssekretär Ranft: „Mehr Geld für Pflegekräfte bedeutet steigende Pflegekosten. Pflege darf aber nicht arm machen. Alle pflegebedürftigen Menschen müssen die Pflege erhalten können, die sie benötigen. Deshalb muss die Pflegeversicherung umfassend reformiert werden. Die Eigenanteile an den Pflegekosten müssen gedeckelt werden. Für diese Reform setzt sich Brandenburg seit vielen Jahren auf Bundesebene in Fachministerkonferenzen und im Bundesrat ein.“

Eine tragende Säule der Pflege im Land Brandenburg sind pflegende Angehörige. Mit dem Pakt für Pflege unterstützt die Brandenburger Landesregierung Pflegebedürftige und ihre Angehörigen vor Ort. Ziel ist es, durch die Gestaltung von alterns- und pflegegerechten Sozialräumen zum einen den Eintritt von Pflegebedürftigkeit zu verzögern bzw. minimieren und zum anderen eine Bewältigung der Pflegebedürftigkeit im eigenen Haushalt, wo derzeit über 80 Prozent der Pflegebedürftigen im Land Brandenburg leben und versorgt werden, zu ermöglichen.

Staatssekretär Ranft: „Wir danken allen, die sich tagtäglich liebevoll um pflegebedürftige Angehörige kümmern. Für sie bauen wir alltagsunterstützende Angebote weiter aus, um sie zu entlasten.“

Wichtige Anlaufstellen für Pflegebedürftige und deren Angehörige sind die landesweit 19 Pflegestützpunkte. Sie beraten kostenlos zu allen Fragen rund um die Pflege und helfen bei der Zusammenstellung passgenauer Hilfen. Mit dem Pakt für Pflege wird diese wichtige Pflegeberatung in Brandenburg weiter ausgebaut.

Hintergrund

Der Internationale Tag der Pflege wird auch in Deutschland seit 1967 alljährlich am 12. Mai begangen. Er geht zurück auf den Geburtstag der britischen Krankenschwester, Florence Nightingale, die noch heute als Pionierin der modernen westlichen Krankenpflege gilt. 1860 gründete sie die erste Schwesternschule Englands, an der die professionelle Ausbildung von Pflegekräften ermöglicht wurde.

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