Stadt ändert Lolli-Testverfahren in Kindergärten

OB Felix Heinrichs: „Wir wollen verhindern, dass nichtinfizierte Kinder immer wieder durch positive Pooltests in Quarantäne müssen“
Die Stadt Mönchengladbach ändert auf Basis der Corona-Betreuungsverordnung das Lolli-Testverfahren in den Kindergärten und Tagespflegeeinrichtungen der Stadt. Seit Mitte Januar gilt, dass bei positiven Pooltestungen alle Kinder der Gruppe für sechs Tage in Quarantäne müssen, bis am siebten Tag erneut ein Pooltest in der Einrichtung gemacht wird. Oft ist dann der Pooltest wieder positiv. „Durch diese Regelung werden Kita-Eltern vor fast unlösbare Herausforderungen gestellt, weil ihre Kinder, obwohl sie nicht infiziert sind, immer wieder durch positive Pooltestungen in Quarantäne geschickt werden. Diesen Kreislauf wollen wir mit einer neuen Lösung, die sich an der geltenden Corona-Betreuungsverordnung  orientiert und weiter einen hohen Schutz vor Coronaausbrüchen in den Einrichtungen bietet, im Sinne der Familien und Kinder durchbrechen“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs.
Derzeit befinden sich 27 Prozent aller Kindertagesstätten-Kinder bei nur 1,5 Prozent nachgewiesener Fälle in Quarantäne. Es ist zu befürchten, dass sich dieses Missverhältnis in den nächsten Tagen noch vergrößert und so ein regulärer Kita-Betrieb kaum noch möglich ist. Insofern erfordert die aktuelle Lage eine Anpassung der Quarantäneregelungen.
Ab Montag, 31. Januar, wird deshalb das Pool-Testverfahren in den Kitas deshalb verändert:
Auch weiterhin werden in den Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegen, die am Lolli-PCR-Testverfahren teilnehmen, zweimal wöchentlich Pooltests durchgeführt.
Ist ein Pooltest positiv, gehen die Kinder des Pools in häusliche Isolation. Noch am selben Tag werden wie bisher die individuellen Lolli-Tests der Kinder zur Auswertung ins Labor gebracht, um das infizierte Kind eindeutig zu identifizieren. Das Ergebnis liegt in der Regel am darauf folgenden Tag vor.
Zwei Tage nach der Pooltestung können somit alle nichtinfizierten Kinder des Pools wieder in die Einrichtung, wenn die Eltern einen negativen Antigen-Schnelltest vorlegen können. Alternativ ist es auch möglich, eine offizielle Testeinrichtung im Rahmen eines Bürgertests zu nutzen und diesen Test der Einrichtung vorzulegen.
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