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Stadt Brandenburg, Kloster Lehnin – Betrüger versuchten mehrfach durch Enkeltrick Bargeld zu erbeuten

Stadt Brandenburg, Kloster Lehnin – Tatzeit: Mittwoch, 08. Mai 2019, 14:10 Uhr – 

Wie der Polizeiinspektion Brandenburg erst am Donnerstag bekannt wurde, kam es bereits einen Tag zuvor zu mehreren Versuchen im Einzugsbereich der Inspektion, ältere Menschen am Telefon um ihr Bargeld und ihre Wertgegenstände zu bringen.

So wandte sich die „echte“ Enkeltochter eines 89-Jährigen an die Polizei und teilte dort am Donnerstag mit, dass ihr Urgroßvater am Vortag den Anruf einer „falschen“ Enkeltochter bekam.

In diesem Telefongespräch täuschte die Frau eine Notsituation vor und bat ihren angeblichen Großvater um Hilfe. Dazu forderte sie ihren angeblichen Opa auf, ihr Bargeld im fünfstelligen Bereich sowie eventuell vorhandene Goldmünzen zu überlassen. Es wurde vereinbart, dass man sich später noch einmal zur Art und Weise der Geldübergabe verständigen würde.

Als dieser Anruf dann später wirklich erfolgte, wurde der Geschädigte gebeten, zeitnah zu seiner Bank zu fahren, um das Ersparte, für seine angebliche Enkeltochter abzuheben. Dazu bot diese dann sogar an, ihm ein Taxi zur Wohnanschrift zu bestellen, so dass er sich um nichts weiter kümmern müsste. Zum Glück wurde der 89-Jährige nun stutzig und fing an die ganze Sache tiefgründig zu hinterfragen. Dies bemerkte wohl auch die Täterin und brach den Kontakt ab. Zu einer Geldübergabe kam es folglich nicht.

Im Verlauf des gestrigen Tages wurden insgesamt fünf weitere gleiche Sachverhalte in der Stadt Brandenburg und in Kloster Lehnin versucht. Auch hier blieb es bei den Anrufen und es entstand kein Schaden, weil die Angerufenen den Trick durchschauten und alles richtig machten. Sie legten sofort auf oder informierten ihre Angehörigen, bevor es zur Vollendung des Trickbetruges kam.

Leider ist das nicht immer so. Seien Sie also extrem wachsam! Nutzen Sie die Präventions- und Beratungsangebote der Polizei Brandenburg zu diesem und anderen Themen.

Die Polizei rät nun, sich niemals auf solche dubiosen Geldforderungen, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer einzulassen.

Betroffene, die einen solchen Anruf erhalten, sollten niemals den Namen ihres Verwandten mitteilen. Häufig erfragen die Betrüger ihre Opfer am Telefon: „ ja, erkennst du mich nicht“? Die Geschädigten nennen dann häufig den Namen eines Verwandten, damit geben sie den Betrügern eine Vorlage.

Im Zweifelsfall immer die Polizei informieren.

Hiermit sollen die Mitarbeiter von Bank- und Kreditinstituten sensibilisiert  werden, sich zu erkundigen, wenn ältere Bürger eine ungewöhnlich hohe Summe von ihrem Konto abheben wollen.

Auch jüngere Bürger sollen das Phänomen kennen und so auch etwas dazu sagen können, wenn Verwandte bei ihnen nachfragen und sich einen Rat holen wollen. Es kam in der Vergangenheit vor, dass Senioren aus Scham nicht bei der Polizei anriefen, sondern Rat in der Familie suchten.

 

Hier noch ein paar Verhaltensweisen im Überblick:

 

·         Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis

·         Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin. Überprüfen Sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten

·         Rufen Sie die oder den „ Verwandten“ zurück. Verwenden Sie dazu die Ihnen bekannte Telefonnummer- nicht aber die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat

·         Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers

·         Bevor Sie jemanden mit Geld zu helfen versprechen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle

·         Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind

 

Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? -> Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei. Sie erreichen sie unter der Nummer 110

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