Stadt- und Landesbibliothek feiert 25 Jahre Buchpatenprojekt und 20 Jahre Förderverein

In diesem Jahr gibt es für die traditionelle Dankveranstaltung für die Buchpatinnen und Buchpaten der Stadt- und Landesbibliothek (SLB) am morgigen Donnerstag, 30. Juni, um 18 Uhr einen besonderen Grund zum Feiern: Das etablierte Spendenprojekt, bei dem sich Buchliebhaber aus Potsdam und Umland für den Erhalt und seit 2016 auch für den gezielten Zuwachs wichtiger historischer Werke für die landeskundliche Sammlung der SLB engagieren, blickt auf 25 Jahre zurück.

Die Direktorin der Bibliothek, Marion Mattekat, würdigt das Engagement für das Buchpatenprojekt als Beitrag zur Pflege des kulturellen Erbes und dankt den 15 Buchpatinnen und Buchpaten, die im vergangenen Jahr für den Ankauf von fünf wertvollen Werken insgesamt 4.565 Euro gespendet haben: „Das ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die zeigt, welch hohen Wert das Kulturgut Buch für heutige und nachfolgende Generationen besitzt. Das unterstreicht die Funktion der Bibliothek als ein kulturelles Gedächtnis der Gesellschaft.“

Unter den Langzeitunterstützern befindet sich auch der Förderverein der SLB, die Potsdamer Bibliotheksgesellschaft e. V.. Dieser hat seit seiner Gründung am 25. Mai 2002 dieses Projekt besonders unterstützt. „Es ist von Anfang an ein Herzensprojekt für den Verein gewesen“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Hans-Christoph Hobohm. Die Potsdamer Bibliotheksgesellschaft hat aktuell 35 Mitglieder und freut sich stets über neue Mitglieder. Neben dem Buchpatenprojekt unterstützt der Verein auch die Leseförderung von Kindern durch ehrenamtliche Vorlesepaten und beteiligt sich an verschiedenen Förderprojekten. Zum 100-jährigen Jubiläum der Landesbibliothek als Teil der SLB, welches ebenfalls in diesem Jahr begangen wird, ist in Kooperation mit dem Förderverein ein hochwertiger Jubiläumskalender gedruckt worden, der auf der Dankveranstaltung den Spenderinnen und Spendern überreicht wird. Marion Mattekat betont: „Ehrenamtliches Engagement ist für uns von unschätzbarem Wert, denn eine starke Lobby hilft uns bei der Erfüllung unserer vielfältigen Aufgaben für die Bibliotheksnutzer. Mein Dank gilt allen, die uns in dieser Hinsicht unterstützen.“

Bei den aktuell erworbenen Büchern handelt es sich um drei historische Werke und zwei Künstlerbücher des Grafikers und Buchkünstlers Rainer Ehrt. Hierfür wurden 4.565 Euro aufgewendet. Insgesamt haben sich von 1997 bis heute 194 Buchpaten für das Projekt engagiert mit einer Gesamtsumme von circa 186.400 Euro. Es konnten nahezu 600 Werke vor dem Verfall gerettet werden.

Auf der Dankveranstaltung werden nun drei weitere Werke vorgestellt, für deren Ankauf geworben wird – ein antiquarischer Titel und zwei Künstlerbücher. Für das bereits teilfinanzierte historische Hebammen-Buch von Justinen Siegemundin „Die königlich Preußische und Chur Brandenburgische Hof-Wehe-Mutter“ aus dem Jahre 1752 werden weiterhin noch Spenderinnen und Spender gesucht.

Weitere Informationen finden sich online unter www.bibliothek.potsdam.de.

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