Stadt unterstützt Tafel mit 13.000 Euro – OB und Fraktionsvorsitzende übergeben Spenden

Wertheim. Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez hat einen symbolischen Scheck über 13.000 Euro an Vertreter der Wertheimer Tafel übergeben. Mit diesem Betrag unterstützt die Stadt Wertheim die Einrichtung. 8.000 Euro erhält die Tafel als jährliche Zuwendung, weitere 5.000 Euro gibt die Stadt als Soforthilfe angesichts der aktuell schwierigen Lage.
Der Oberbürgermeister wurde bei der Spendenübergabe begleitet von den Fraktionsvorsitzenden Axel Wältz für die CDU, Songrit Breuninger, Freie Bürger, Richard Diehm für Bündnis 90/Die Grünen und Stefan Kempf, Bürgerliste Wertheim. Sie erlebten anlässlich der Spendenübergabe den großen Andrang, der derzeit an jedem Öffnungstag vor und im Tafelladen in der Dr.-Hübsch-Straße herrscht. Und sie gewannen einen Eindruck von den Auswirkungen des Aufnahmestopps, den die Einrichtung kürzlich für neue Kundinnen und Kunden verhängen musste.
„Wir leben in perversen Zeiten“, stellte OB Herrera Torrez fest. Einerseits habe jüngst ein großer Ölkonzern die Steigerung seines Gewinns um rund 48 Prozent verkündet. Andererseits stiegen gerade die Energiekosten so stark an, dass den Verbrauchern das Geld für andere Lebensbereiche knapp werde. Für diese Schieflage fehle ihm jegliches Verständnis.
„Wir versuchen in Wertheim, im Kleinen zu helfen, wo es uns möglich ist“, versicherte der Oberbürgermeister. Die Stadt sei „dankbar für die Tafel in Wertheim und ihr Angebot, das es aber eigentlich gar nicht brauchen sollte“.
Verständnis zeigte der OB für das „klare Anliegen“, mit dem sich die Trägerorganisationen der Tafeln im Main-Tauber-Kreis Anfang des Jahres an den Landkreis und die Kommunen gewandt hatten. Diakonisches Werk und Caritas forderten eine Beteiligung an den Fixkosten der Infrastruktur, also der Verkaufsräume und der Logistik, da ansonsten die Weiterbetrieb gefährdet sei. Der Ausschuss für Verwaltung und Finanzen hatte daraufhin eine jährliche Zuwendung in Höhe von 8.000 Euro beschlossen.
Die bei der Diakonie für die Tafelarbeit zuständige Bereichsleiterin Katrin Beuschlein nahm diesen Betrag nun symbolisch entgegen. An Katrin Rappert, Vorsitzende des Fördervereins der Wertheimer Tafel, war die Soforthilfe von 5.000 Euro adressiert, um die die Stadt ihre Unterstützung angesichts der aktuell schwierigen Lage aufgestockt hat. Der Oberbürgermeister nutzte die Gelegenheit, um Dieter Adelmann, dem Leiter des Tafelladens, und allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu danken. Gleichzeitig richtete er einen Appell an die Bürgerschaft, in der Spendenbereitschaft nicht nachzulassen, und rief zu aktiven Engagement für die Tafel auf.
Auch die Fraktionsvorsitzenden waren nicht mit leeren Händen zum Termin gekommen. Sie hatten Geld- oder Sachspenden dabei. Herrera Torrez überreichte zusätzlich ein Kuvert, das eine Spende des langjährigen Stadtteilbeiratsvorsitzenden von Vockenrot, Gerhard Albrecht, enthielt.
%d Bloggern gefällt das: