#Stahnsdorf: Alte Villa soll saniert und weiterer Farbtupfer an Kreuzung werden

Stahnsdorf sucht Investor für Gebäude in zentraler Lage / Möglicher Kauferlös für
leerstehendes Objekt soll erhebliche Investitionen im kommenden Jahr teilweise refinanzieren
In die Entwicklung um das Gebäude Ruhlsdorfer Straße 1 kommt wieder Bewegung. Derzeit
wird auf einem Online-Portal eine Markterkundung für das Gebäude durchgeführt, um
Interessenten zur Abgabe von Nutzungskonzepten und Sanierungsideen aufzufordern.
Ziel ist es, dem zentralen Kreuzungsbereich Stahnsdorfer Hof ein weiteres attraktives Element
hinzuzufügen, wobei Sanierung und dauerhafter Erhalt der originalgetreuen straßenseitigen
Fassade dem Käufer vertraglich aufgegeben werden sollen.
Die am Stahnsdorfer Hof befindliche Villa wurde im Jahr 1910 erbaut und seit jeher zu
Wohnzwecken genutzt. Das Haus in zentraler Ortslage wurde seinerzeit für Albert Pardemann
errichtet, einen Nachkommen einer Gutsherrenfamilie.
Derzeit befindet sich das Gebäude in einem beklagenswerten Zustand und ist stark
sanierungsbedürftig. Der Putz bröckelt, die Heizung ist nicht mehr funktionstüchtig und die
Strom- und Wasserleitungen sind erneuerungsbedürftig.
Nach dem Auszug der letzten Mieter im Spätsommer 2016 wurde das Haus zwei Mal für
Kunstausstellungen genutzt und stand seitdem leer. Um den weiteren Verfall Einhalt zu
gebieten und eine Sanierung zu ermöglichen, sucht die Gemeinde nunmehr einen Investor.

Zu bedenken bleibt bei alledem die Größenordnung der 2021 geplanten Investitionen in der
Gemeinde Stahnsdorf – sie liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Dazu gehören der
Neubau der Lindenhof-Grundschule mit Turnhalle, die Errichtung der neuen Feuerwache sowie
zweier Kitas.
Um die Belastung durch Darlehen möglichst gering zu halten, benötigt die Gemeinde neben
den genannten Ausgaben zweifellos auch Einnahmen in nennenswerter Größenordnung. Dies
kann, wo es sinnvoll ist, auch mit der Herauslösung von Objekten aus dem Immobilienportfolio
geschehen.
Nicht zu vergessen bleibt, dass sich die Gemeinde durchaus um die öffentliche Nutzung
erhaltenswerter Objekte kümmert, wie man an der Waldschänke sieht, für deren Teilsanierung
mit 350.000 Euro im Haushalt 2021 eingeplant sind.

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