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Stahnsdorf bekennt sich zur „Waldschänke“ und lehnt einen Verkauf ab

2.727 Stimmen binnen vier Wochen abgegeben / Jeder Zweite wünscht sich gastronomische
Nutzung in Form von Café oder Bar / Jugendtreff und Bürgerhaus ebenfalls hoch im Kurs
In Deutschlands erster rechtssicherer Online-Abstimmung auf kommunaler Ebene liegt das
Ergebnis vor: Die Einwohner der Gemeinde Stahnsdorf haben sich mit überragender Mehrheit
dafür ausgesprochen, dass die Immobilie in Gemeindeeigentum bleiben soll.
Nicht einmal acht Prozent der Abstimmenden (207 Stimmen) können sich einen Verkauf der
Immobilie in prädestinierter Lage vorstellen. Im Umkehrschluss wollen etwa neun von zehn
Umfrage-Teilnehmern, dass die Gemeinde das Heft des Handelns in der Hand behält.
In Stahnsdorf hat sich jeder vierte Wahlberechtigte an der Abstimmung beteiligt, in den weiteren
Ortsteilen (Güterfelde, Sputendorf, Schenkenhorst) war es durchschnittlich jeder Sechste.
Auch zu der zentralen Fragestellung einer Weiternutzung der Immobilie haben die insgesamt
2.727 Wähler klare Vorstellungen. So kann sich jeder zweite Teilnehmer eine gastronomische
Nutzung als Café/Bar vorstellen (1.390 Stimmen bzw. 51 Prozent der Wähler).
Mit einigem Abstand folgt die Weiterführung als Restaurant in der Rangfolge der Wünsche an
zweiter Stelle (996 Stimmen bzw. 36,5 Prozent der Wähler).
Auf den Rängen 3 und 4 folgen die künftige Nutzung als Jugendfreizeiteinrichtung (893
Stimmen bzw. 32,7 Prozent der Wähler) bzw. als Bürgerhaus (689 Stimmen bzw. 25,3 Prozent
der Wähler).
Den fünften Rang nimmt die Option „Varieté/Kleinkunstbühne“ mit immerhin noch 593 Stimmen
(21,7 Prozent Prozent der Wähler) ein. Weitere Varianten blieben unter der 20-Prozent-Marke.

Die Bürger haben ihren Willen deutlich zum Ausdruck gebracht. Es ist nun unser Auftrag,
diesen Willen umzusetzen. Die hierfür erforderlichen Mittel werden im Haushaltsentwurf 2021
eingeplant“, sagt Bürgermeister Bernd Albers.
12.629 Bürger waren aufgerufen, im Zeitraum vom 27. Januar bis 24. Februar 2020 auf der
Online-Plattform „Polyas“ über die Zukunft der seit Ende 2017 leerstehenden Immobilie
abzustimmen.
Die Befragung machte zweifelsohne deutlich, dass die angebotenen Alternativen den Nerv der
Bevölkerung trafen. Schließlich gaben lediglich 24 Teilnehmer und damit nicht einmal jede
hundertste Stimme an, keine der angebotenen Varianten befürworten zu können.
Bei der Betrachtung statistischer Werte fällt erfreulicherweise auf, dass entgegen erster
Befürchtungen die Teilnehmerzahl bei den Senioren sehr hoch ist. In der Altersklasse der
männlichen 60- bis 69-Jährigen war in Stahnsdorf-Ort sogar die höchste prozentuale
Wahlbeteiligung dieses Ortsteils zu verzeichnen.

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