#Stahnsdorf: Bürgermeister fordert sofortige Zulassung der Bogenjagd

Bürgermeister fordert sofortige Zulassung der Bogenjagd
Hundejagd durch Wildschweine nicht tierschutzgerecht

Was sich am 3. Dezember 2019 in Stahnsdorf ereignete hat nichts mit Tierschutz zu tun. Angeführt von
einer großen Bache, griff eine sechs bis acht Wildschwein starke Rotte die Hündin einer Familie auf
deren Grundstück an. Das Tier starb nach 45-minütigem Todeskampf an seinen Verletzungen.
Die Entlebucher Sennenhündin „Kessy“ hatte gegen die Wildschweine keine Chance. Erstmals haben
die Schweine in Stahnsdorf nun ein Lebewesen getötet. Die Familie Gohl trauert um ihre Hündin.
Bürgermeister Albers fordert daher: „Jetzt müssen endlich alle denkbaren Jagdmethoden zur
Reduzierung der Wildschweinpopulation zugelassen werden. Der brandenburgische
Landwirtschaftsminister muss unverzüglich die Bogenjagd genehmigen.“
Bereits am 4. Dezember bekundete Bürgermeister Albers persönlich dem Hundehalter sein Beileid
angesichts des tragischen Ereignisses.
Ein Vorfall wie dieser hätte möglicherweise, bei konsequenter innerörtlicher Bejagung, verhindert werden
können. Hierzu bedarf es jedoch Jagdmethoden, die in besiedelten Gebieten den sicheren Schuss
ermöglichen. Schon im März 2019 gab es die Aussicht auf die Genehmigung der Bogenjagd. Jedoch
scheiterte sie damals an der erfolglosen Ausschreibung für eine wissenschaftliche Begleitung. Der
unterschriftsreife Zulassungsbescheid für die Bogenjagd liegt im Landwirtschaftsministerium des Landes
Brandenburg bereit. Die Unterschrift des Landwirtschaftsministers reicht aus, um die Bogenjagd zu
genehmigen.
Der Tod von Kessy macht deutlich, dass es gerade aus Gründen des Tierschutzes geboten ist, die
Bogenjagd auf Wildschweine zuzulassen. „Es kann nicht sein, dass unsere Haustiere gefährdet werden
wenn Rotten von Schwarzwild unbehelligt durch Städte und Gemeinden ziehen, weil innerorts geeignete
Jagdmethoden nicht eingesetzt werden dürfen.“ so Bürgermeister Albers. Länder, wie Spanien,
Frankreich und Ungarn praktizieren die Bogenjagd seit Jahren erfolgreich. Albers: „Es ist mehr als überfällig, die Bogenjagd auch zum Wohle unserer Vierbeiner einzusetzen. Mit
Kessy ist bisher nur ein Hund als Lebwesen betroffen. Wer will verantworten, wenn künftig vielleicht
Kinder oder Ältere mit einer Wildschweinrotte zusammenstoßen und dabei möglicherweise verletzt
werden.“
Wann handelt hier der Landes- und Bundesgesetzgeber und gibt unseren Jägern die Möglichkeit, die
durch den Klimawandel anwachsenden Schwarzwildbestände in erforderlichem Maße zu reduzieren?
Allein die im Jagdgebiet eingesetzten Lebendfallen reichen nicht aus, um die Population in Stahnsdorf
und Kleinmachnow zu reduzieren. So konnten zwar in den letzten drei Wochen sechs Tiere erlegt
werden, jedoch sind mehr Jagdmethoden notwendig, um die Bestände nachhaltig zu dezimieren.
Albers drängt: „Es muss nun unverzüglich die Bogenjagd genutzt werden. Der brandenburgische
Landwirtschaftsminister muss handeln.“ Diesbezüglich bat Albers den Minister in einem Schreiben vom
5. Dezember 2019 um einen persönlichen Gesprächstermin.

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