#Stahnsdorf: Erneut Hochsitz zerstört – Bürgermeister bittet um erhöhte Wachsamkeit

Unbekannte sabotieren abermals Jagdeinrichtung der Genossenschaft in der Parforceheide –
Jäger fühlen sich bei der Arbeit behindert

Albers: „Straftaten mit voller Härte verfolgen“
Nicht erst seit den Bestrebungen der Gemeinde Stahnsdorf für eine gesetzliche Legitimation
der Bogenjagd sehen sich die Jagdpächter der Jagdgenossenschaft Stahnsdorf-Kleinmachnow
Angriffen ausgesetzt. Für sie gehört es nach eigenen Angaben seit vielen Jahren zur traurigen
Normalität, beim Streifen durchs Pachtgebiet verbalen Attacken von Jagdgegnern ausgesetzt
zu sein.
Seit Bestehen der Jagdgenossenschaft wurden Hochsitze angesägt, umgestoßen, sogar
angezündet. Auch Graffitischmierereien verzeichneten die Verantwortlichen, zuletzt im Frühjahr
2019 am Gemeindezentrum Stahnsdorf. Am 11. September 2020 meldeten die Jagdpächter
nun einen weiteren zerstörten Hochstand im Landschaftsschutzgebiet Parforceheide.
„Trotz des sensiblen und polarisierenden Themas Jagd plädiere für einen sachlichen Umgang
miteinander. Das Zerstören von Hochsitzen ist kein Kavaliersdelikt und auch kein ziviler
Ungehorsam, sondern eine Straftat, die mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt werden
muss“, sagt Bürgermeister Bernd Albers. Er bittet Bürger, denen in der Nähe von Hochständen
auffällige Beobachtungen machen, sich diese zu notieren und ggf. an die Polizei weiterzuleiten.
Derzeit gibt es im Ortsteil Stahnsdorf zwei Jagdpächter und zehn Jäger, im Ortsteil Güterfelde
einen Jagdpächter und sieben Jäger. „Ich möchte, dass die Jäger ungestört ihrer Tätigkeit
nachgehen können. Die Jagd ist als Maßnahme der Wildhege unverzichtbar, in Zeiten der
Afrikanischen Schweinepest mehr als je zuvor. Immer wieder fühlen sich die Jäger jedoch in
ihrer Arbeit massiv beeinträchtigt“, so Albers.

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