#Stahnsdorf: Klimabaumarten sollen Einzug in Novelle der Baumschutzsatzung halten

Anpassung des seit 2012 gültigen Regelwerks wird in der kommenden Gremienfolge
besprochen – besondere Aufmerksamkeit liegt auf neuen, stressresistenten Gehölzen

Klimatische Veränderungen machen auch vor der Gemeinde Stahnsdorf nicht Halt. Mehrere zu
trockene Frühjahre und Sommer in Folge machen insbesondere Jungbäumen zu schaffen. Aus
diesem Anlass wurde jüngst zur Aktion „Stahnsdorf gießt“ aufgerufen.
Auch die im Jahr 2012 eingeführte Baumschutzsatzung muss den erwähnten dauerhaften
Veränderungen Rechnung tragen. Der damals auf Betreiben von Bürgermeister Bernd Albers
geschaffene Sachbereich Baumschutz in der Gemeindeverwaltung hat aus diesem Grund eine
Neufassung der Satzung vorgelegt. Mit dieser befassen sich die politischen Gremien in der
bevorstehenden Sitzungsfolge.
Wesentliche Änderung ist – neben textlichen Klarstellungen – die Liste der Baumarten, die
nachgepflanzt werden sollen. Sie umfasst neben den bekannten 20 einheimischen Gehölzen
nun auch rund 40 Klimabaumarten, die den langfristig zu erwartenden Dürrestreß wesentlich
besser verkraften als ihre Artverwandten.
Zweck der Baumschutzsatzung ist es allgemein, den Bestand an Bäumen zur Sicherung der
Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und zur Belebung, Gliederung und Pflege des Orts- und
Landschaftsbildes zu erhalten, pflegen und entwickeln.
Müssen Bäume gefällt werden und fallen diese unter den Schutz der gültigen
Baumschutzsatzung, so sind die Grundeigentümer dazu gehalten, eine Ersatzpflanzung unter
Auswahl vordefinierter Baumarten vorzunehmen.

Sofern innerhalb der gebotenen Frist keine Meldung über eine solche Erstpflanzung in der
Verwaltung eingeht, wird ein mehrstufiges Verfahren in Gang gesetzt. Zunächst erfolgt in
schriftlicher Art eine freundliche Erinnerung, dass das Versäumnis zu beheben ist.
Ist auch nach dieser schriftlichen Erinnerung keine Nachbesserung zu verzeichnen, folgt ein
ermahnendes Schreiben mit abermaliger Fristsetzung. In letzter Konsequenz – nämlich bei
weiterer Untätigkeit – versendet die Gemeinde einen Bußgeldbescheid, wobei der Rahmen für
Satzungsverstöße bis zu 10.000 Euro Geldstrafe reicht.
„Unseren Ruf als Gemeinde im Grünen müssen immer wieder aufs Neue sichern. Dazu ist
unsere Baumschutzsatzung ein wichtiges Instrument, das wir nun an die aktuellen
Gegebenheiten anpassen“, sagt Bürgermeister Bernd Albers.

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