Starke Streikbeteiligung bei Jakobs-Kaffee in Berlin – Tarifverhandlung vertagt!

Parallel zur zweiten Tarifverhandlung hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Beschäftigten des Jacobs-Werkes in Berlin-Neukölln zum Warnstreik aufgerufen. Mit Erfolg! Über 150 Kolleginnen aus der Früh- Spät und Nachtschicht beteiligten sich am ersten Warnstreik in dieser Tarifrunde.

In dem Betrieb, der den bekannten Jacobs-Kaffee und die TASSIMO-DISCs herstellt und der dem Unternehmen Jacobs Douwe Egberts (JDE) gehört, stocken die Tarifverhandlungen. Auch in der heutigen zweiten Verhandlungsrunde bot die Arbeitgeberseite gerade einmal 2,3 % mehr Lohn für die Beschäftigten an. Die Inflation liegt derzeit aber bei 3,8%. Nächster Verhandlungstermin ist der 31.August.

„Der Warnstreik war ein eindrucksvolles Signal der Belegschaft. Sie lassen sich nicht mit Magerangeboten abspeisen und sind bereit, auch nochmal und länger zu streiken. Der Ball liegt jetzt bei den Arbeitgebern. Die Beschäftigten haben mehr Wertschätzung verdient“, erklärt Olaf Klenke von der NGG im Landesbezirk Ost.

Hintergrund:

Etwa 400 Beschäftigte arbeiten am Berliner Standort von Jacobs Douwe Egbert. Die Familie Reimann, die Eigentümer des Unternehmens, ist mit einem geschätzten Vermögen von 32 Milliarden Euro die reichste Familie Deutschlands (Manager-Magazin).

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