Steinbach: „Betriebliche Ausbildung in Brandenburg hoch attraktiv“

Arbeitsminister heute beim Ausbildungstag in Strausberg

 

Strausberg. „Brandenburg bietet hoch attraktive Möglichkeiten einer betrieblichen Ausbildung, unsere jungen Märkerinnen und Märker haben beste berufliche Perspektiven. Es gibt rund 300 Ausbildungsberufe im Land und viele Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften. Den Jugendlichen stellt sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt allerdings oft unübersichtlich dar. Umso mehr freue ich mich, dass der Ausbildungstag heute stattfinden kann – und 50 Ausstellerinnen und Aussteller mit von der Partie sind. Denn es ist wichtig, dass sich die jungen Leute umfassend informieren, um die für sich persönlich richtige Ausbildung oder das richtige Studium zu finden.“ Das erklärte Arbeitsminister Jörg Steinbach heute bei seinem Besuch des Ausbildungstages in Strausberg.

Bei dieser Veranstaltung, die bereits zum 25. Mal stattfindet, können sich junge Leute über die beruflichen Möglichkeiten in der Region sowie Studienangebote informieren und Kontakte zu Unternehmen knüpfen. Veranstaltet wird der Ausbildungstag von der Stadt Strausberg in Kooperation mit dem Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland.

Laut den brandenburgischen Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern wurden in diesem Jahr bisher insgesamt 7.265 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Dies entspricht im Vergleich zu dem von der Pandemie geprägten Jahr 2020 einem Plus von 6,7 Prozent (Stand August 2021). „Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 sind dies aber noch 6,6 Prozent weniger abgeschlossene Ausbildungsverträge“, sagte Minister Steinbach. Er verwies aber auch darauf, dass diese Zahlen nur eine Momentaufnahme darstellen. „Bereits 2020 konnten wir beobachten, dass sich der Abschluss von Ausbildungsverträgen zeitlich verzögerte“, erklärte der Minister. „Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Berufsberatung und Berufsorientierung coronabedingt seit Monaten nur sehr eingeschränkt stattfinden konnten“, so Steinbach. Das habe „mitunter zu einer deutlichen Zurückhaltung von Eltern und Jugendlichen gegenüber einem Eintritt in den Ausbildungsmarkt“ geführt.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2020 meldeten sich in Brandenburg (laut Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit für August 2021) 12.404 Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsstellen, das waren fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 13.700 gemeldete Ausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 3,5 Prozent. Ende August waren 3.283 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt und 4.614 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

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