Steinbach: Brandenburg ist Modell für die Energiewende

Minister beim (virtuellen) Brandenburgisch-Niederschlesischen Wirtschaftsforum

Potsdam / Breslau, 10. Juni 2021. Energieminister Jörg Steinbach hat das Land Brandenburg als „Modell für die Energiewende“ bezeichnet. „Kaum anderswo in Deutschland gibt es schon so viel erneuerbare Energien – fast 4.000 Windkraftanlagen, nahezu 40.000 Solarpaneele und mehr als 500 Biogasanlagen. Und kaum anderswo gibt es so vielfältige Aktivitäten, neue Energietechnologien zu erfinden und zu testen“, betonte Steinbach zum Auftakt des heute virtuell eröffneten Brandenburgisch-Niederschlesischen Wirtschaftsforums. Als Beispiele nannte Steinbach den von der LEAG im vorigen Jahr in Betrieb genommenen europaweit größten Batteriespeicher „BigBattery Lausitz“ und das Lausitzer Zentrum für Künstliche Intelligenz an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, das KI-Anwendungen auch in der Energiewirtschaft erforscht. Das Thema „Moderne Energietechnologien“ steht im Mittelpunkt des zweitägigen Wirtschaftsforums, das die Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) organisiert hat.

WFBB-Geschäftsführer Sebastian Saule sagte: „Brandenburg ist eine Modellregion für die Energiewende. Wir freuen uns deshalb ganz besonders, dass unsere Nachbarregion Niederschlesien eine ähnliche Vorreiterrolle in Polen einnehmen und dabei mit uns kooperieren will. Wir kommen beide von der Kohle und wollen den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben. Dazu soll das Forum einen weiteren Anschub geben.“

Polen sei einer der wichtigsten Außenhandelspartner Brandenburgs, betonte Minister Steinbach. „Nur mit einer grenzüberschreitenden brandenburgisch-polnischen Perspektive können nachhaltiges Wachstum, Zusammenhalt und Lebensqualität für beide Seiten gewährleistet werden“, sagte der Minister. Da sei es doch naheliegend, „dass wir mit unseren Nachbarn in Niederschlesien enger zusammenrücken, um auch moderne Energietechnologien voranzubringen“.

Die Internationalisierung bleibe ein wichtiger Wachstumsfaktor, so Steinbach weiter. Die Corona-Pandemie sei zwar „ein Störfaktor für den internationalen Handel“, sie werde die Globalisierung aber nicht rückgängig machen. „Wer wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss die internationalen Märkte im Blick – und innovativ sein.“ Innovation wiederum erfordere Kooperation zwischen Unternehmen sowie zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen – national wie international. „Die so entstehenden Kooperationen können auch für kleine und mittlere Unternehmen die Grundlage bilden, sich im internationalen Geschäft zu etablieren“, sagte der Minister.

Auch in der Außenwirtschaft würden die großen Strukturthemen Digitalisierung und Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft den Trend der nächsten Jahre setzen. „Wir müssen unsere Wettbewerbsvorteile in der Energie- und Umwelttechnik nutzen und durch Innovation neue schaffen. Der Markt wird international weiter schnell wachsen und für die Branche in der Hauptstadtregion viele Chancen bieten“, zeigte Steinbach eine Perspektive auf.

Einige kleine und mittlere Unternehmen würden vor der Erschließung internationaler Märkte noch zurückschrecken. „Oft fehlen Erfahrung, Know-how oder schlicht die Ressourcen, um den Schritt zur Internationalisierung zu wagen. Vielfach fehlt einfach das Wissen um die Möglichkeiten, die sich auf internationalen Märkten bieten. Daher ich finde es gut und wichtig, dass heute polnische und deutsche Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen zusammenkommen, um genau über solche Themen miteinander ins Gespräch und ins Geschäft zu kommen“, sagte Steinbach.

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