Steinbach: „Design ist eine Schlüsselkompetenz“

Gewinnerinnen und Gewinner des Designpreises Brandenburg 2021 ausgezeichnet

 

Potsdam, 29. November 2021. „Die Designwirtschaft ist mit 11.000 Beschäftigten ein relevanter Wirtschaftszweig in Brandenburg. Designerinnen und Designer sind es, die den Produkten, Anwendungen und Dienstleistungen ein Gesicht und eine Gestalt geben. Dabei geht es nicht nur um die ästhetische Gestaltung, sondern auch um Anforderungen wie Nutzerfreundlichkeit, Inklusion oder Nachhaltigkeit. Design ist eine Schlüsselkompetenz, die uns – gerade auch in dieser Zeit – durch interdisziplinäre und ganzheitliche Herangehensweisen dabei helfen kann, Handlungsoptionen aufzuzeigen und komplexe Probleme zu lösen.“ Das erklärte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach heute bei der Verleihung des Designpreises Brandenburg 2021.

Zehn Preisträgerinnen und Preisträger wurden für herausragend gestaltete Produkte, Dienstleistungen und Konzepte in den Kategorien Industriedesign, Produktdesign, Kommunikationsdesign und Digital Services mit Preisen im Gesamtwert von 25.000 Euro ausgezeichnet. Steinbach würdigte die Vielfalt und Qualität nicht nur der Gewinnerarbeiten, sondern aller insgesamt 23 nominierten Beiträge. „Mit dem Designpreis wollen wir die Leistungsfähigkeit der Branche sichtbar machen und dazu beitragen, das Bewusstsein für Design als Innovationsmotor, Impulsgeber und Wettbewerbsfaktor für die märkische Wirtschaft zu schärfen“, sagte Steinbach.

Die Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick:

Industriedesign

In der Kategorie Industriedesign gewinnt die Leuchtenmanufaktur leuchtstoff* aus Cottbus mit dem modularen Licht-Stecksystem „Die laufende Linie“. Bestehend aus Geraden und Bögen erlaubt das System mittels innovativer Steckverbindungen das Kreieren von Kurven, Wellenlinien sowie linearen Lichtkonzepten.

Produktdesign mit Schwerpunkt Handwerk

Ausgezeichnet wurden Caroline Wachter aus Werder für eine Gruppe handgedrehter Zylindergefäße aus französischem Hartporzellan, der Designer Hermann August Weizenegger zusammen mit mawa design für das Leuchtensystem „porto“, dessen Gehäuse aus einem Stück Aluminium in einem eigens entwickelten, patentierten Herstellungsverfahren entsteht; sowie die Spielgeräte Firma SIK-Holzgestaltungs GmbH aus Langenlipsdorf für ein multifunktionales Spielgerät in Form eines elf Meter hohen Holzstorches für ein Shoppingcenter in Portugal.

Kommunikationsdesign

In der Kategorie Kommunikationsdesign gewannen das Studio buchstabenschubser für die Entwicklung der Erklärfilme „Leopold Mozart – Kapellmeister, Lehrer, Vater und Mann von Welt“ und „Leopold Mozart – Späte Anerkennung und Vermächtnis“ für die Dauerausstellung im Leopold-Mozart-Haus, Augsburg; das Bureau Steffi Holz für die Entwicklung eines Corporate Designs und Webdesigns sowie die Konzeption und Art Direktion für die Initiative „Finde das Leben“ der wobra Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Brandenburg an der Havel sowie das Potsdamer Designkollektiv HELLOGRAPH für die Entwicklung eines modularen Wegeleitsystems für das Potsdamer Rechenzentrum.

Als Young Professionals ausgezeichnet wurden Barbara Avila Vissirini für ihr Buch „Dieses kleine Buch ist für dich – Eine grafische Grammatik für Deutsch als Fremdsprache“, das Grammatikthemen mittels eines visuellen Systems vorstellt, und Jakob Werner für seinen animierten Dokumentarfilm „Wie ein so lästiger Regen schweigen kann“, der auf der originalen Tonbandaufnahme der Zeugenaussage Otto Dov Kulkas im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess basiert.

Digital Services

Young Professional Rufus Blauert der Agentur und-design. gewinnt in der Kategorie Digital Services mit seinem Projekt „white spots – Auf der Suche nach Daten, die Diskriminierung aufzeigen können“ – ein eigens entwickeltes System für eine diskriminierungsfreie Wohnungsvergabe.

Der nächste Designpreis Brandenburg wird 2023 verliehen.

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