Steinbach: „Die Weichen für die Zeit nach der Krise stellen“

Arbeitsmarktbericht für Dezember liegt vor

 

Potsdam, 5. Januar 2021.  „Wir blicken zurück auf ein äußerst schwieriges Jahr. Dennoch ist der märkische Arbeitsmarkt stabil. Der Anstieg der Arbeitslosenquote im Dezember liegt im jahreszeitlich üblichen Rahmen. Bislang sind wir in Brandenburg mit einem hellblauen Auge davongekommen. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Wirtschaft auch die noch vor uns liegenden harten Monate nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen Unterstützung von Bund und Land meistern kann – auch wenn wir der Tatsache ins Auge sehen müssen, dass wir wohl nicht jedes Unternehmen werden retten können.“ Das erklärte Arbeitsminister Jörg Steinbach zu dem heute von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktbericht für Dezember 2020.

Im Dezember waren in Brandenburg 81.421 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 6,1 Prozent. Im Vergleich zum Dezember 2019 sind dies 0,6 Prozentpunkte mehr. Einige Branchen wie den Tourismus, die Gastronomie, die Kultur- und Veranstaltungsszene, aber auch Teile des Einzelhandels und der Dienstleistungsbranchen treffe die Corona-Pandemie sehr hart. „Hier versuchen wir nach Kräften, die Folgen abzumildern und den Unternehmerinnen und Unternehmern durch diese Krise zu helfen“, sagte Steinbach. Andere Branchen hingegen hätten sich in der Pandemie als robust erweisen, sagte der Minister unter anderem mit Blick auf das Handwerk.

Steinbach hob hervor, dass die Stabilisierung auf dem Arbeitsmarkt nur möglich gewesen sei, weil das Kurzarbeitergeld für eine gewisse Entlastung sorge. „Die Entwicklung zeigt, dass das Instrument greift und damit Entlassungen bislang erfolgreich vermieden werden konnten“, hob der Minister hervor. „Der Vorteil ist, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unmittelbar nach der Krise wieder zur Verfügung stehen.“ Im Dezember 2020 zeigten 2.180 märkische Betriebe Kurzarbeit für 16.506 Beschäftigte an. Die tatsächlich geleistete Kurzarbeit ist im aktuellen Arbeitsmarktbericht für September ausgewiesen, in dem Monat hatten 32.503 Brandenburgerinnen und Brandenburger kurzgearbeitet.

Einmal mehr warb Steinbach bei Beschäftigten wie auch Unternehmen dafür, die Weichen für die Zeit nach der Krise zu stellen: „Neue Technologien verändern Arbeits- und Produktionsprozesse, führen zu neuen Formen von Betriebs- und Arbeitsorganisation und verändern zudem die Anforderungen an Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten. Deswegen gilt es, gerade auch Phasen von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit für Qualifizierungen zu nutzen.“ Beide Seiten könnten sich ausführlich bei den Arbeitsagenturen über Weiterbildungsmöglichkeiten beraten lassen.

%d Bloggern gefällt das: