Steinbach: „In allen Regionen und Branchen werden Nachwuchskräfte gesucht“

Arbeitsmarktbericht für Februar liegt vor – Steinbach appelliert an Jugendliche, den Einstieg in die Ausbildung nicht zu verzögern

 

Potsdam, 2. März 2021.  „Jugendliche haben in Brandenburg nach wie vor hervorragende berufliche Perspektiven. Unsere märkischen Betriebe halten ein vielfältiges Ausbildungsplatzangebot bereit und bilden trotz der Corona-Pandemie verlässlich und in guter Qualität aus.“ Das erklärte Arbeitsminister Jörg Steinbach zu dem heute von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktbericht für Februar 2021.

Steinbach weiter: „Die Anzahl der Ausbildungsplatzangebote ist im Vergleich zum Vorjahresmonat stabil. Das ist mehr als erfreulich und zeigt, dass unsere Unternehmen die Sicherung des Fachkräftebedarfs weiter als vorrangige Aufgabe ansehen. Auch können wir froh sein, dass unsere Betriebe, Berufsschulen und Bildungsdienstleister sich während der Pandemie außerordentlich flexibel und anpassungsfähig zeigen. Ohne das Engagement und das organisatorische Geschick der Bildungspartner könnte die Ausbildung in Brandenburg nicht auf einem so hohen Niveau fortgesetzt werden.“

Sorge bereite ihm jedoch der deutliche Rückgang der Bewerberzahlen bei den Unternehmen. „Wir brauchen weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte – und es besteht kein Anlass, nach erfolgreichem Schulabschluss den Einstieg in die Ausbildung aufzuschieben“, hob Steinbach hervor. „Deshalb geht mein Appell an die Jugendlichen und ihre Eltern: Informieren Sie sich über die attraktiven beruflichen Perspektiven in der dualen Berufsausbildung. In allen Regionen und Branchen werden Nachwuchskräfte gesucht. Die Bundesagentur für Arbeit sowie die zuständigen Kammern unterstützen bei der Ausbildungsplatzsuche und halten eine Reihe von Berufsorientierungsangeboten bereit – nutzen Sie diese.“

Das Land unterstützt sowohl Jugendliche als auch Betriebe vor und während der Ausbildung. Beispielsweise werden im Rahmen der Assistierten Ausbildung Brandenburg Jugendliche für eine Ausbildung fit gemacht und können danach bei Bedarf auch während der Ausbildungszeit begleitet werden. Auch die regionalen Servicestellen Verbundausbildung unterstützen die Betriebe unter anderem bei der Suche nach geeigneten Verbundpartnern in der Ausbildung und helfen im Umgang mit fördertechnischen Anforderungen.

Auch der Bund leiste einen wichtigen Beitrag und trage mit dem Programm „Ausbildungsplätze sichern“ zur Stabilisierung von Ausbildungsverhältnissen bei, erklärte Steinbach. „Mit der geänderten Förderrichtlinie sind Zugangskriterien abgesenkt und die Übernahme von Insolvenzauszubildenden ist unabhängig von der Unternehmensgröße möglich. Damit können noch mehr Unternehmen und Jugendliche Unterstützungsleistungen bei Bedarf in Anspruch nehmen“, sagte der Minister.

Aus dem Arbeitsmarktbericht:

Im Februar waren in Brandenburg 88.071 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, das sind 268 Personen mehr als im Januar 2021 und 9.371 mehr als im Februar 2020. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 6,6 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020 sind dies 0,7 Prozentpunkte mehr.

1.421 märkische Betriebe zeigten im Februar Kurzarbeit für 11.882 Beschäftigte an. Die tatsächlich geleistete Kurzarbeit ist im aktuellen Arbeitsmarktbericht für November 2020 ausgewiesen, in dem Monat hatten 42.932 Brandenburgerinnen und Brandenburger kurzgearbeitet – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Oktober 2020 um 14.153 Personen.

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