Steinbach: „Innovationen stärken Wettbewerbsfähigkeit“

Innovationspreis für BIO-LUTIONS Deutschland GmbH/Zelfo Technology GmbH, Prefere Resins Germany GmbH sowie Universität Potsdam/UP Transfer GmbH

Cottbus. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat heute die Deutschland GmbH/Zelfo Technology GmbH, die Prefere Resins Germany GmbH sowie die Universität Potsdam/UP Transfer GmbH mit dem Brandenburger Innovationspreis im Cluster Kunststoffe und Chemie ausgezeichnet. Die Unternehmen teilen sich das Preisgeld von 10.000 Euro. Bereits zum achten Mal richtete das brandenburgische Wirtschaftsministerium diesen Wettbewerb aus. Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury aus Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft des Clusters Kunststoffe und Chemie ausgewählt.

„Die Preisträger zeigen die große Bandbreite möglicher Innovationen. Zukunftsweisende Ideen umzusetzen, ist wichtig für die Unternehmen selbst – denn nur so können sie wettbewerbsfähig bleiben. Zugleich sehe ich den Preis aber auch als Ansporn für unsere brandenburgische Wirtschaft insgesamt“, sagte Wirtschaftsminister Steinbach.

Der Minister weiter: „Zwei der Preisträger haben den Beweis angetreten, dass Einigkeit stark macht und die Zusammenarbeit beide Partner gleichermaßen voran bringt. Auch das Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft freut mich ganz besonders.“ Zudem verwies Steinbach darauf, dass zwei der ausgezeichneten  Innovationen „durchaus für den Weltmarkt geeignet“ seien. „Insgesamt ist das ein Ergebnis, das Hoffnung macht“, kommentierte der Minister den diesjährigen Wettbewerb.

Die Preisträger 2021

BIO-LUTIONS Deutschland GmbH/Zelfo Technology GmbH (Schwedt) mit „Ökologischen Verpackungen und Einweggeschirr aus Agrarresten, made in Schwedt/Oder“

Die beiden Schwedter Unternehmen BIO-LUTIONS Deutschland GmbH und Zelfo Technology GmbH, haben sich zusammengetan und eine innovative Naturfasertechnologie entwickelt. Mit dieser können nun unter anderem nachhaltige Verpackungen und Einweggeschirr aus Agrarresten hergestellt werden. Diese nachhaltigen Produkte, hergestellt aus dem eigens entwickelten Naturfasermix, bieten eine optimale Alternative zu gängigen Produkten aus Kunststoff. Der erste deutsche Produktionsstandort in Schwedt/Oder schafft eine erstaunlich kurze und direkte Lieferkette für den lokalen und europäischen Markt. Diese Innovation hilft also bei der Bekämpfung des Plastikproblems durch die Nutzung von Agrarresten und erreicht eine CO2-Reduzierung durch die Minimierung von Transportwegen und einem schlanken Produktionsprozess.

Prefere Resins Germany GmbH (Erkner) mit „Bio-basiertem Lignin-Phenolharz zur Herstellung von Blumensteckschaum“

Der Prefere Resins Gruppe in Erkner ist es gelungen, bei der Synthese eines Phenolharzes einen Teil des fossil-(petrochemisch)-basierten Phenols durch den nachwachsenden Rohstoff Lignin zu ersetzen. So wird die seit mehr als einem Jahrhundert etablierte Wertschöpfungskette bei der Herstellung von Phenolharzen grundsätzlich erweitert. Der im Werk in Erkner entwickelte und in industriellem Maßstab produzierte Lignin-Phenolharz kann für eine Reihe von kommerziellen Produkten eingesetzt werden – so ist er geeignet zur Herstellung von Blumensteckschaum. Der Schaum erfüllt aufgrund seines Gehaltes an Kohlenstoff aus nachwachsenden Quellen die Kriterien zur Vergabe des DIN-CERTCO Zertifikates „Bio-based“. Die Technologie soll nun schrittweise europaweit zur weiteren Anwendung gebracht werden. Die Prefere Resins Gruppe nimmt damit eine Vorreiterrolle in der europäischen und globalen Phenolharzindustrie ein.

Universität Potsdam/UP Transfer GmbH (Potsdam) mit „Organischer Photo-Elektronik im Unterricht“

Bei der Innovation handelt es sich um eine Bildungsneuheit zur Förderung des MINT-Unterrichts und der Fachkräftesicherung. Gegenstand der Innovation ist ein Lehr-Lern-Koffer zum Forschungsfeld der Organischen Photo-Elektronik (OPE), der in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften entwickelt und erprobt wurde. Der Koffer wird in Kooperation mit der UP Transfer GmbH über die Projektwebseite www.boxperiment.de vertrieben.

In der Organischen Photo-Elektronik werden halbleitende Polymere für Zukunftstechnologien wie flexible OLED-Displays oder transparente Solarzellen eingesetzt. Im Zusammenhang mit faltbaren Smartphones oder der Energiewende durch stärkere Ausnutzung der Photovoltaik ergeben sich interessante und lebensnahe Kontexte für den Schulunterricht. Der neue brandenburgische Lehrplan der Chemie bietet zudem ideale Anknüpfungspunkte, um den Lehr-Lern-Koffer in den Unterricht zu implementieren.

Die Unternehmen bekommen den Preis im Rahmen der heutigen Clusterkonferenz Kunststoffe und Chemie 2021 verliehen, bei der sich Unternehmerinnen und Unternehmer, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unterstützerinnen und Unterstützer des Clusters in Cottbus treffen. Im Mittelpunkt steht das Thema, wie die Digitalisierung die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft unterstützen kann.

Mehr Informationen unter www.brandenburger-innovationspreis.de

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