Steinbach: „Märkische Firmen lassen sich von der Krise nicht unterkriegen“

Arbeitsmarktbericht für August liegt vor – Minister: Kurzarbeiterregelung greift

Potsdam, 1. September 2020. „Die Arbeitslosigkeit in Brandenburg ist im August leicht gesunken. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die angesichts der Corona-Pandemie so nicht zu erwarten war. Dass sich der Arbeitsmarkt robuster erwiesen hat als befürchtet, zeigt, dass unsere märkischen Unternehmen sich von der Krise nicht unterkriegen lassen und bereits jetzt perspektivisch planen. Allerdings sind die aktuellen Zahlen bislang nur ein kleiner Lichtblick. Die Krise ist noch längst nicht überwunden.“ Das erklärte Arbeitsminister Jörg Steinbach anlässlich des heute von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktberichts für den Monat August.

Steinbach hob hervor, dass die leichte Stabilisierung auf dem Arbeitsmarkt nur möglich gewesen sei, weil das Kurzarbeitergeld für eine gewisse Entlastung gesorgt habe. Durch die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes werde Unternehmen seit Beginn der Krise schnell und gezielt geholfen, wenn sie mit ihren Beschäftigten durch das Corona-Virus Arbeitsausfälle haben. „Die Entwicklung zeigt, dass das Instrument des Kurzarbeitergeldes greift und damit Entlassungen vermieden werden“, hob der Minister hervor. Der Vorteil sei, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unmittelbar nach der Krise wieder zur Verfügung stünden und Arbeitsplätze gesichert werden könnten.

Auch verwies Minister Steinbach darauf, dass Brandenburg Jugendlichen auch in der aktuellen Situation vielfältige Möglichkeiten biete, eine berufliche Ausbildung zu beginnen. Auch wenn das aktuelle Ausbildungsjahr bereits begonnen hat, bestünden doch noch immer gute Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen. Laut Agentur für Arbeit suchen derzeit noch 4.000 Jugendliche in Brandenburg einen Ausbildungsplatz, dem gegenüber stehen noch 4.700 unbesetzte Stellen. „Trotz der derzeit wirtschaftlich angespannten Lage vieler Betriebe kümmern sich viele Unternehmen darum, ihren Fachkräftebedarf zu sichern – und das ist gut und richtig so. Denn wer dieses wichtige Thema jetzt aus dem Blick verliert, wird es schwerer haben, nach der Krise wieder durchzustarten. Und: Wir alle tragen Verantwortung dafür, unserer Jugend eine berufliche und damit auch eine Lebensperspektive in Brandenburg aufzuzeigen.“ Steinbach dankte allen Ausbildungsbetrieben, „die sich bei all den aktuellen Herausforderungen weiter in der Berufsausbildung engagieren“.

Aus dem Arbeitsmarktbericht:

Im August 2020 waren in Brandenburg 86.065 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt damit aktuell bei 6,4 Prozent. Im Vergleich zum August 2019 sind dies 0,8 Prozentpunkte mehr.

Von den 86.065 Arbeitslosen sind 37.321 Frauen (43,4 Prozent) und 48.744 Männer (56,6 Prozent). Das sind insgesamt 1.239 Frauen und Männer weniger als im August 2020 und 11.089 Personen mehr als im August 2019. Die Zahl der jungen Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren ist im Vergleich zum August des Vorjahres um 29,0 Prozent auf 7.874 gestiegen. Die Zahl der älteren Arbeitslosen im Alter von 50 Jahren und älter ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent auf 31.719 Personen gestiegen und die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen um 6,7 Prozent auf 4.454 gestiegen.

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