Stiftung Brandenburg nimmt den Koalitionsvertrag hocherfreut zur Kenntnis

Die Weiterentwicklung der Stiftungsarbeit ist gesichert und die Transformation der Stiftung Brandenburg nimmt deutliche Züge an. Das Bekenntnis der Politik, die Arbeit der Stiftung Brandenburg zu verstetigen, nimmt der Kurator Herr von Stünzer-Karbe hocherfreut zur Kenntnis. Schon seit 2016 hatte er sich um eine engere Zusammenarbeit zwischen Land, Stadt und Stiftung bemüht.

Neues Konzept und neue Partner

Zu Beginn des Jahres 2019 wurde das Struktur- und Entwicklungskonzept „Brandenburg östlich der Oder – Erinnerung bewahren – Europa stärken“, das von der Stiftung Brandenburg in Auftrag gegeben und vom MWFK und der Staatskanzlei des Landes Brandenburg finanziert worden war, veröffentlicht. Seit dem 01.04.2019 wurde eine Koordinierungsstelle zur Betreuung des Transformationsprozesses eingerichtet. Mit der Einrichtung einer Koordinierungsstelle wurde die Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand der Stiftung Brandenburg, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) und der Stadt Frankfurt (Oder) intensiviert, um die Rahmenbedingungen für die zukünftige Arbeit und die Weiterentwicklung der Stiftung Brandenburg in Frankfurt (Oder) zu klären. Erfreulich ist, dass sich eine Steuerungsgruppe aus Stiftung, Ministerium, Stadt und Universität gegründet und erste Arbeitsaufträge hat. Die Grundlage war das Struktur- und Entwicklungskonzept.

Archiv reicht derzeit nicht aus

Seit 1999 hat das „Haus Brandenburg“ seinen Sitz in Fürstenwalde und ist seit 2002 in Stifterhand. Dort werden über 32.000 Exponate aus den 16 ehemaligen deutschen Landkreisen aufbewahrt, registriert und aufgearbeitet. Für die umfangreichen Aufgaben reichen der Raum, das Personal und die Gelder nicht aus. Zurzeit arbeiten dort neben dem Vorstand und ehrenamtlichen Helfern, eine Schreibkraft und eine Bibliothekarin in Teilzeit. Gründe genug für die Erweiterung mit mehr Personal an einem größeren Standort zu wechseln, um den Fortbestand der Archive und Sammlungen langfristig zu sichern.

Generationsübergreifende Bildungsarbeit

Ziel des Transformationsprozesses ist es, die langjährige, grenzüberschreitende und generationsübergreifende Bildungsarbeit der Stiftung Brandenburg zukünftig in Frankfurt (Oder) im Collegienhaus in Zusammenarbeit mit neuen und alten Partnern zu verstetigen und zu intensivieren. Eine wichtige und maßgeschneiderte Aufgabe in der Bildungsarbeit für eine Doppelstadt wie Frankfurt (Oder)-Słubice, die sich darauf freut, die Stiftung Brandenburg in ihrer Arbeit zu unterstützen und zu begleiten. Gerade die Nähe der Europa-Universität Viadrina wird dem Thema für Jung und Alt Aufschwung geben. Auch die Wissenschaft wird maßgeblich von der Zusammenarbeit profitieren.
Von Seiten der Stiftung wurde die Grundlage in jahrelanger und gewissenhafter Arbeit gelegt. Deutsch-polnische Bildungsarbeit über den bedeutenden Wirtschafts- und Kulturraum der Neumark für Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, interessierte Bürgerinnen und Bürger oder für Touristen ist für die Entwicklung der gesamten Grenzregion richtig und wichtig.

Zudem will die Stiftung näher an die polnische Grenzregion, und damit an den früheren Mittelpunkt Brandenburgs und die Europa-Universität heranrücken.

Pläne für 2020

Weder die Stadt Frankfurt, noch das Land Brandenburg können die Kosten allein tragen. Der Koalitionsvertrag sieht allerdings vor, auf Grundlage des Bundesvertriebenengesetzes eine Teilfinanzierung durch den Bund zu prüfen. Nach dem Kulturparagraphen sind Bund und Länder verpflichtet, das Kulturerbe der Deutschen im östlichen Europa zu bewahren. Ein wesentlicher Schritt zur Neuaufstellung der Arbeit der Stiftung Brandenburg wird Anfang 2020 mit der möglichen Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem MWFK, der Stadt Frankfurt (Oder), der Europa-Universität Viadrina und der Stiftung Brandenburg erfolgen. Ein wichtiger Meilenstein. In dieser Vereinbarung werden die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit verabredet.
Das klare Signal aus der Landespolitik zeigt, dass die jahrelange Arbeit wert geschätzt wird.

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