Streit um Mund-Nasen-Schutz eskaliert – Reisender betätigt Notbremse

#Essen – #Düsseldorf – #Bochum (ots)

Gestern Mittag (7. Juni) eskalierte im RE 11 ein Streit über einen nicht vorhandenen Mund-Nasen-Schutz derart, dass ein 33-jähriger Düsseldorfer die Notbremse des Zuges betätigt haben soll.

Gegen 12 Uhr wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei im Essener Hauptbahnhof zum RE 11 gerufen. Dort sollte es zu einer Streitigkeit zwischen einem Abellio-Mitarbeiter und zwei Reisenden gekommen sein.

Als Einsatzkräfte auf dem Bahnsteig eintrafen, stritten sich der Mitarbeiter der Abellio und ein 33-jähriger Mann lautstark. Wie erste Ermittlungen ergaben, nutzte der Düsseldorfer zusammen mit seiner Begleiterin, einer 26-jährigen Frau aus Düsseldorf, den RE 11 von Bochum in Richtung Essen.

Weil die Frau über keinen Mund-Nasen-Schutz verfügte und lediglich mit ihrem Pullover den Mund bedeckte, sollte die Frau im Essener Hauptbahnhof von der Fahrt ausgeschlossen werden.

Hiergegen protestierte ihr 33-jähriger Begleiter lautstark, so dass es zu einer verbalen Streitigkeit zwischen ihm und dem Abellio-Mitarbeiter gekommen sein soll. Im Verlaufe dieser, soll der Düsseldorfer kurz vor Einfahrt in den Essener Hauptbahnhof die Notbremse des Zuges ausgelöst haben.

Ob durch die starke Bremsung Personen im Zug verletzt wurden, wurde bislang nicht bekannt. Nachdem der Zug kurz darauf am Bahnsteig hielt, sollen die 26-Jährige und der 33-Jährige versucht haben, den Bahnsteig zu verlassen. Deshalb soll der Abellio-Mitarbeiter das Duo bis zum Eintreffen der Bundespolizei festgehalten haben.

Bundespolizisten stellten die Identität des Tatverdächtigen fest und leiteten gegen ihn ein Strafverfahren wegen Missbrauchs von Nothilfemitteln ein. Gegen die 26-Jährige wurde ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung eingeleitet.

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