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Stummfilme mit Live-Musik: Cross-Dressing-Komödie mit Curt Bois – Erster Titanic-Katastrophenfilm von 1912

Filmgeschichte im Doppelpack
Stummfilme mit Livemusik von Peter Gotthardt
Cross-Dressing-Komödie mit Curt Bois / Erster Titanic-Katastrophenfilm von 1912

20.12. und 27.12.2020

Filmmuseum Potsdam, Breite Str. 1a/Marstall, 14467 Potsdam
Kartenreservierung: 0331-27181-12, ticket@filmmuseum-potsdam.de

Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg durchleuchtet die Reihe Filmgeschichte auf der Suche nach historischen Referenzen.

In diesem Monat stehen zunächst zwei so amüsante wie rasante Verwechslungskomödien um Königshäuser, Prinzen, Prinzessinnen und einen »Modefürst« auf dem Programm.

Im zweiten »Doppelpack« sind frühe Spielfilme über den Untergang der Titanic zu sehen.

Sa., 20. Dez., 18 Uhr

Der Fürst von Pappenheim

R: Richard Eichberg, D: Curt Bois, Mona Maris, Dina Gralla, D 1927, engl. ZT, 85‘

Die junge Prinzessin Antoinette hat sich in einen unbekannten Mann verliebt und flieht vor ihrer geplanten Vermählung mit einem Prinzen nach Berlin, wo sie sich im Modehaus Pappenheim eine Anstellung als Mannequin verschafft. Der dortige erste Verkäufer Egon Fürst, genannt Fürst Egon von Pappenheim, verguckt sich prompt in Antoinette. Eine höchst unterhaltsame Verwechslungs- und Cross-Dressing-Komödie mit Curt Bois in einer Glanzrolle.

Live-Musik: Peter Gotthardt (Komponist und Musiker, »Die Legende von Paul und Paula«)

Im Doppelprogramm mit:

Sa., 20. Dez., 20:00 Uhr

Land der Liebe

R: Reinhold Schünzel, D: Albert Matterstock, Gusti Huber, Valérie von Martens, D 1937, 90‘

In einem kleinen (Phantasie-)Land regiert ein König, der mit 45 immer noch ledig ist. Der Ministerpräsident beschließt, dass er Prinzessin Julia heiraten soll. Doch noch bevor Julia davon erfährt, lernt sie zufällig Franz kennen, der ihr sehr sympathisch ist … Wie schließlich Franz und der König zu einer Braut kommen, wird in Land der Liebe mit viel Witz über zahlreiche Verwicklungen und Verwechslungen erzählt.

Sa., 27. Dez., 19:00 Uhr

In Nacht und Eis

R: Mime Misu, D: Mime Misu, Anton Ernst Rückert, Otto Rippert, D 1912, 41‘

Bereits wenige Wochen nach dem Titanic-Unglück entstand in Deutschland dessen erste vollständige filmische Dramatisierung. Der rumänische Regisseur Mime Misu drehte sie in Hamburg, Cuxhaven, Berlin und Königs Wusterhausen. Unter Einsatz nie zuvor gesehener Spannungs- und Spezialeffekte stellt der lange verschollene Film die verzweifelten Versuche von Schiffskapitän Smith und Telegrafist Phillips, im letzten Moment noch möglichst viele Menschen dem Tod zu entreißen, in den Mittelpunkt. Formal besticht der Film durch die äußerst gekonnte Verbindung von dokumentarisch anmutenden Szenen und spektakulärer Melodramatik zu einer frühen, noch heute faszinierenden Form des Katastrophenfilms.

Live-Musik: Peter Gotthardt

Im Doppelprogramm mit:

Sa., 27. Dez., 20:00 Uhr

Atlantic

R: E. A. Dupont, D: Fritz Kortner, Elsa Wagner, Heinrich Schroth, GB/D 1929, 104‘
Die Geschichte des Luxusliners Atlantik, der als unsinkbar gilt, wird hier in Anlehnung an den Untergang der Titanic erzählt. Auf der Jungfernfahrt von Europa nach Amerika herrscht an Bord ausgelassene Stimmung. Um den Atlantischen Ozean so schnell wie möglich überqueren zu können, fährt das Schiff haarscharf unterhalb der Treibeiszone. Doch es kommt zu einem Temperatursturz, und das Eis breitet sich rasch gen Süden aus.

Dieser frühe Tonfilm wurde in drei Versionen hergestellt – neben der englischen in einer französischen und deutschen. Gezeigt wird die deutsche Fassung, über die der Kritiker Herbert Ihering im Oktober 1929 schrieb, dass dies »der erste hundertprozentige Tonfilm« sei, der in Berlin zu sehen gewesen sei. (Berliner Börsen-Courier)

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