Suchtberatung – kommunal wertvoll – 3. bundesweiter Aktionstag Suchtberatung am 10. November

Der bundesweite Aktionstag Suchtberatung findet am 10. November 2022 statt. Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert, ist auch in diesem Jahr Schirmherr der Kampagne. Suchtberatungsstellen in ganz Deutschland beteiligen sich daran. In diesem Jahr steht der Aktionstag Suchtberatung unter dem Schwerpunkt: „Wir sind für alle da … noch“. Denn, die kommunale Suchthilfe sieht sich aktuell noch stärker als zuletzt mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der Energiekrise konfrontiert. In Potsdam ist die Suchtberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt seit 30 Jahren für suchterkrankte und suchtgefährdete Menschen vor Ort.

Suchtberatungsstellen in Deutschland beraten, behandeln und begleiten, unterstützen und stabilisieren Abhängigkeitskranke in Krisen sowie in dauerhaft herausfordernden Lebenssituationen. Damit bieten sie vor Ort eine unverzichtbare Hilfe für suchtgefährdete und abhängigkeitskranke Menschen und ihre Angehörigen. Sie übernehmen vielfältige Aufgaben, die sich auf verschiedenen Ebenen bewegen und die in ihrer Zusammensetzung ein Alleinstellungsmerkmal der Suchtberatung darstellen (Hansjürgens, Schulte-Derne, 2021). Suchtberatungsstellen leisten einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft:

Motivation und Vermittlung: Suchtberatungsstellen sind unter anderem dafür zuständig, Hilfesuchende ins medizinische Hilfesystem (stationäre oder ambulante Rehabilitation) überzuleiten. Sie motivieren Betroffene, diese Hilfsangebote wahrzunehmen und informieren über die verschiedenen Möglichkeiten.

Beratung und Begleitung: Durch die beratende und begleitende Funktion wird eine Stabilisierung der Situation Betroffener erzeugt. Suchtberatung trägt also dazu bei, dass sich die Situation Hilfesuchender nicht verschlechtert.

Netzwerkarbeit: Fachkräfte der Suchtberatung sind Anlaufstelle für unterschiedliche Ansprechpersonen und vermitteln zwischen unterschiedlichen Institutionen. Das können z. B. Angehörige, Arbeitgebende oder Jocenter sein. Darüber hinaus kooperieren Suchtberatungsstellen auch mit anderen Hilfestellen (wie z. B. dem Jugendamt) zur Erschließung von Angeboten.

Beziehungsqualität: Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Klientinnen/Klienten legt den Grundstein für eine gelungene und nachhaltige weiterführende Versorgung Betroffener.

Die Auswirkungen der Pandemie zeigen sich schon jetzt. Der Konsum und psychische Erkrankungen nehmen schon jetzt deutlich zu.

Im 1. Potsdamer Fachgespräch der Suchthilfe und Suchtprävention am 14.10.2022 haben die freien Träger der Gemeindepsychiatrie in Potsdam gemeinsam mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst die aktuell brennendsten Themen in der sozialen Arbeit: gesicherte Finanzierung, Fachkräftemangel und die Auswirkungen von Projektarbeit, Vergaben und nicht auskömmliche Finanzierung auf die Beziehungsarbeit mit Klientel, auf das Fachkräfteteam, z.B. hinsichtlich der Personalbindung in sozialen Einrichtungen sowie die herausfordernde Verwaltung sozialer Angebote diskutiert.

Lange bekannte Forderungen hinsichtlich einer verlässlichen gesetzlichen Grundlage für niedrigschwellige Beratungsangebote wurden auch im Fachgespräch nachdrücklich wiederholt. Die Krisen der letzten und kommenden Jahre werden den Bedarf nach niedrigschwelliger Beratung deutlich erhöhen.

Suchtberatung in Potsdam

Die Suchtberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt ist seit 30 Jahren in der Landeshauptstadt Potsdam für suchterkrankte und suchtgefährdete Menschen vor Ort.

 

Kontakt:

Ambulante Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete

Großbeerenstraße 187

14482 Potsdam

Telefon: 0331 73040740

Fax: 0331 73040750

E-Mail: suchtberatungsstelle@awo potsdam.de

Internet: www.awo-potsdam.de

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