Tag der Deutschen Einheit 2020: Potsdam. Einzigartig. L(i)ebenswert. Seit heute steht die vollständige Präsentation

Installation „Das filmische Gesicht der Stadt“ und 3D-TrickArt-Bilder am Filmmuseum

Nachhaltig, partizipativ, identitätsstiftend, kooperativ, weltoffen und pandemiegerecht und seit heute komplett: Nach der Eröffnung der 30. Interkulturellen Woche und der Verleihung des Integrationspreises am 6. September vor bzw. im Filmmuseum Potsdam wurden gestern zwei, genau genommen drei Präsentationen aufgebaut, die die Potsdam-Präsentation anlässlich des Tages der Deutschen Einheit vervollständigen.

Mit der Installation „Das filmische Gesicht der Stadt Potsdam“ wird ein aktuelles Forschungsprojekt von Dr. Anna Luise Kiss von der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF vorgestellt und damit u.a. die Frage beantwortet, warum es ausgerechnet im Kirchsteigfeld einen Heiner-Carow-Platz gibt. Die Umsetzung der Idee hat die Potsdamer Agentur P3 Projekt GmbH nach einer Ausschreibung übernommen. Für Uwe Stamnitz, den Geschäftsführer des Unternehmens, das man in Potsdam vor allem mit der Erlebnisnacht oder dem Potsdamer Tag der Wissenschaften verbindet, war dieses Projekt eine Herausforderung: „Zwischen der Ausschreibung und dem Beginn der Realisierung lagen genau drei Wochen. Aber der Ansatz hat uns fasziniert. Unser Team hat sich in der Folge umgehend zusammengesetzt und in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit einen spannenden Kreativansatz entwickelt.“

Dr. Anna Luise Kiss ergänzt: „Die Entstehung der filmischen Straßennamen ist auf‘s Engste mit der Potsdamer Stadt- und Baugeschichte verbunden. Im Verlaufe der letzten sehr intensiven Wochen ist klargeworden, dass das filmische Gesicht der Stadt Potsdam auch von der Geschichte der Ortsteile Kirchsteigfeld, Drewitz, Babelsberg und Groß Glienicke geprägt wurde. Jetzt sind wir sehr gespannt auf die Reaktion der Besucherinnen und Besucher und das Feedback auf unser Angebot.“ Die Präsentation wird durch Führungen und Radtouren am 19. und 26. September sowie am 3. Oktober ergänzt. Die Tickets dafür sind kostenlos, müssen aber reserviert werden. Informationen gibt es unter www.potsdam.de/tde-touren.

Die beiden anderen Installationen vor dem Filmmuseum entführen in die Welt der Phantasie und in Potsdamer Geschichte. Erstmals ist es gelungen, dass der japanische Künstler Masashi Hattori außerhalb seines Heimatlandes zwei 3D-TrickArt-Bilder in einer Open-Air-Installation realisiert. Masashi Hattori ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten 3D-TrickArt-Künstler Asiens. Er wurde in Japan geboren, graduierte als Master of Arts an der Tama Art University in Tokyo und hat bereits mehr als 50 erfolgreiche Einzelausstellungen durchgeführt. Hinzu kommen drei permanente Ausstellungen in Japan. Alle Expositionen erhielten ein extrem hohes internationales Medienecho. In Deutschland sind seine Ideen in Hamburg und in Frankfurt/M. zu sehen.

Inhaltlich geht es in Potsdam um den in Ost und West gleichermaßen beliebten Sandmann auf einem fliegenden Teppich und die Glienicker Brücke, die im Fokus des Kalten Krieges und der Wiedervereinigung steht. Die Betrachterinnen und Betrachter stellen sich auf einen definierten Fotopunkt. Beim Fotografieren wird dann aus der zweidimensionalen Welt eine 3D-Welt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit den beiden Installationen vor allem ein jugendliches Publikum begeistern werden und wiederum Potsdamer Geschichte erzählen“, sagt Bürgermeister Burkhard Exner. Das Sandmännchen ist Deutschlands beliebteste und älteste Kinderfernsehfigur und wird vom federführenden Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) zur Verfügung gestellt.

Das Finale der Potsdam-Präsentation wird am 2. Oktober das traditionelle „Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit“ einläuten. Münsterorganist Markus Karas aus der Partnerstadt Bonn spielt an der „Königin der Instrumente“ in der Nikolaikirche. Auch die Städtepartnerschaft zwischen Potsdam und Bonn kann 2020 auf ihr 30-jähriges Bestehen zurückblicken. Nach dem Fall der Mauer wurde sie ein zweites Mal offiziell besiegelt und kann seitdem aktiv gelebt werden. Das Festkonzert ist Bestandteil des Europäischen Orgelfestes in der Nikolaikirche Potsdam vom 1. bis 3. Oktober an der großen Nikolaiorgel.

Für das Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit am Vorabend (2. Oktober, 18 Uhr) hat Kirchenmusikdirektor Björn O. Wiede Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbarländern Polen, Frankreich, Schweiz sowie aus Potsdams italienischer Partnerstadt Perugia und der deutschen Partnerstadt Bonn eingeladen. Mit ihnen musiziert Wiede an diesem Abend. Die Oberbürgermeister Potsdams und Bonns werden Grußworte sprechen. Björn O. Wiede verbindet in seiner Biographie Ost und West: als Kind Sängerknabe im Dresdner Kreuzchor, Studienbeginn mit 17 in Dresden, Übersiedlung nach Hamburg 1984, Examen in München, Münsterorganist in Ulm, kam er Mitte der 90er nach Potsdam. Für die Musikkultur in der Stadt initiierte er mehrere Instrumente, darunter die neue Hauptorgel der Nikolaikirche. Diese konnte 2017 – und damit 72 Jahre nach der Zerstörung der Kirche in den letzten Kriegstagen – eingeweiht werden und zählt seitdem zu den herausragenden Instrumenten im Lande, an denen Musiker aus aller Welt zu Gast sind.

Die Künstler:

Marek Stefanski (Musikhochschule und Kathedrale Krákow)

Andrea Falcioni (Kathedrale Perugia, Partnerstadt)

Markus Karas (Bonner Münster, Partnerstadt)

Marc Fitze (Bern/Schweiz)

Benjamin Alard (Paris)

Björn O. Wiede (Potsdam)

Während der Zeit der EinheitsEXPO hat Björn O. Wiede weitere Konzerte in der Nikolaikirche geplant:

Mittwoch, 9. September 2020, 19.30 Uhr

ORGELKONZERT – Liszt für alle

Björn O. Wiede (Potsdam)

Mittwoch, 16. September 2020, 19.30 Uhr

ORGELKONZERT – Potpourri

Dr. Marek Pilch (Katowice, Polen)

Mittwoch, 23. September 2020, 19.30 Uhr

ORGELKONZERT – Bach, Surzynski, Vierne

Prof. Roman Perucki (Danzig, Polen)

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