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Teilnehmerrekord bei der vierten Netzwerkkonferenz der „Frühen Hilfen“ OSL

Thema „Mamas und Papas Seele haben Schnupfen“ sorgte für großes Interesse beim Fachpublikum.

Zum nunmehr vierten Mal fand am Mittwoch, den 8. Mai 2019, die Fachtagung des Netzwerkes „Frühe Hilfen OSL“ auf dem Gelände des FamilienCampus Lausitz in Klettwitz statt. Erstmals nahmen mehr als 130 Gäste in diesem Jahr die Möglichkeit wahr, an verschiedenen Fachvorträgen und Workshops teilzunehmen, die sich speziell mit dem Thema der depressiven Erkrankung bei Elternteilen befassten.

OSL-Sozialdezernent Alexander Erbert eröffnete die Netzwerkkonferenz und machte gleich zu Beginn der Veranstaltung in Hinblick auf die Statistiken deutlich, wie wichtig es ist, betroffene Elternteile zu erkennen und verschiedene Hilfestellungen anzubieten. Aktuell leben in Deutschland ca. 3,8 Millionen Kinder in Familien mit mindestens einem psychisch erkrankten Elternteil.

Im anschließenden ersten Impulsreferat mit dem Titel „Die Seele trägt Trauer“ ging

Dr. Karsten Wolff, Chefarzt des Zentrums für Psychosoziale Gesundheit der Klinikum Niederlausitz GmbH, auf verschiedene Ursachen und Symptome einer Depression ein und erläuterte an mehreren Beispielen seine Arbeit mit Patienten. Anschaulich sensibilisierte er die Anwesenden, Anzeichen einer psychischen Erkrankung bei Betroffenen möglichst frühzeitig zu erkennen.

Der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Niederlausitz, Dipl.-.Med. Hendrik Karpinski, thematisierte in seinem Impulsreferat „Meine Mama/mein Papa ist anders“ gemeinsam mit IntraActPlus-Therapeutin und Familienhebamme Andrea Noack insbesondere die möglichen Auswirkungen bei depressiven Erkrankungen von Eltern auf deren Kinder und wie man als Fachkraft erste Hilfestellungen leisten kann.

Für den Abschluss des theoretischen Teils der Netzwerkkonferenz konnte durch die Organisatoren Uwe Hühne und Ute Bürgermeister die bekannte Buchautorin Claudia Gliemann gewonnen werden. Mit der musikalisch untersetzten Lesung ihres Kinderbuches „Papas Seele hat Schnupfen“ gewährte sie einen authentischen und gefühlvollen Einblick in das Gefühlschaos von betroffenen Familienmitglieder, wenn ein Elternteil an Depressionen erkrankt.

In den anschließenden Workshops konnten die Teilnehmer, begleitet durch insgesamt fünf pädagogische Leiterinnen, selbst verschiedene Fallszenarien an praktischen Beispielen erörtern und Fragen sowie Erfahrungen aus dem Berufsalltag mit den anwesenden Fachkräften besprechen.

Den Abschluss der diesjährigen Netzwerkkonferenz bildete das Referat von Dipl. Sozialpädagogin Ute Bürgermeister zum Gesamtkonzept der Hilfen für psychisch kranke Eltern und ihren Kindern im Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Initiator und Netzwerkkoordinator der Frühen Hilfen OSL Uwe Hühne zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Als Organisatoren dieser Netzwerkkonferenz sind Ute Bürgermeister und ich begeistert über das große Interesse zu dem Thema dieser Veranstaltung. Die sehr guten Ansätze in der Kooperation zwischen den Fachbereichen Gesundheitswesen und der Kinder- und Jugendhilfe sind aus unserer Sicht deutlich geworden. Es konnten aber auch Ressourcen aufgedeckt werden. Die Ergebnisse dieser Netzwerkkonferenz werden wir für alle Fachkräfte und Interessierte auf unserer Internetseitenwww.fruehehilfen-osl.de sowie www.osl-online.de veröffentlichen.“

Zu den über 130 Gästen und Referenten der vierten Netzwerkkonferenz zählten neben  Ärzten, Pädagogen, Hebammen, Therapeuten, Sozialarbeitern und Verwaltungsmitarbeitern auch weitere Akteure aus dem Bereich frühe Hilfen aus der Region sowie Vertreter der Koordinierungsstelle „Frühe Hilfen Brandenburg“ und des Kompetenzzentrums „Frühe Hilfen Potsdam“.

 

Das Netzwerk „Frühe Hilfen OSL“ unter Federführung von Netzwerkkoordinator Uwe Hühne vom Jugendamt der Kreisverwaltung OSL hat es zum Ziel, jungen Müttern und Vätern ein breites Angebot an Fördermöglichkeiten zugänglich zu machen. Gleichzeitig soll die Vernetzung der Akteure untereinander ausgebaut werden.

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