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Telefonbetrüger haben immer Saison

Landkreis Dahme-Spreewald:  Dass Betrüger am Telefon immer wieder ihr „Glück“, insbesondere bei Senioren, versuchen, musste die Beamten der Polizeiinspektion verstärkt am Donnerstagnachmittag und –abend feststellen. In kurzer Zeit waren insgesamt sieben Anzeigen erstattet worden, nachdem in Zernsdorf, Wernsdorf, Niederlehme, Königs Wusterhausen und Senzig Unbekannte angerufen hatten, um an die Ersparnisse der Betroffen zu gelangen. Ob nun als „gute Bekannte“, falsche Polizeibeamte, Kinder oder Schwiegersöhne – in jedem Fall ging es um die Forderung nach mehreren tausend Euro. Die so Angerufenen erstatteten Anzeige, bevor ein Schaden eintreten konnte. In einem Fall wurde jedoch eine Seniorin um einen fünfstelligen Eurobetrag gebracht, als ihr die Geschichte eines angeblichen Berliner Kriminalbeamten aufgetischt wurde, der das Geld zur Abwendung eines Haftbefehls wegen eines Verkehrsdeliktes einforderte. In allen Fällen hat die Kriminalpolizei der Polizeiinspektion weitere Ermittlungen übernommen.

In diesem Zusammenhang nochmals der Hinweis der Polizei: Immer wieder und unter verschiedensten Legenden werden besonders Seniorinnen und Senioren um ihr Erspartes gebracht. Ob „Enkel“, „Neffe“, „Nichte“ oder auch „Polizist“, die Anrufer haben es immer auf Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände abgesehen. Vermeintliche Polizisten rufen an, hätten Hinweise auf Betrüger und benötigen die Mithilfe der Angerufenen. „Wir haben bei Betrügern einen Zettel mit Ihrem Namen gefunden und brauchen Ihre Hilfe!“, so oder so ähnlich versuchen Betrüger die Angerufenen zu bewegen, Schmuck und Wertgegenstände „für Untersuchungen vorübergehend auszuhändigen“ oder erfragen auch Kontoverbindungen. Dabei wird sogar die Telefonnummer manipuliert, so dass im Display ein tatsächlich existierender Polizeianschluss vorgegaukelt wird, manchmal auch die Notrufnummer 110. Aber auch an der Haustür klingeln angebliche „Polizisten“, wollen wegen Einbrüchen in der Nachbarschaft ermitteln oder bieten Beratungen an und zeigen dabei gefälschte Dienstausweise vor. Auch hier ist höchste Vorsicht geboten, wenn sich jemand erkundigen möchte, „ob Ihr Geld/Schmuck sicher verwahrt ist?“. Seien Sie misstrauisch und geben Sie den Unbekannten keine Informationen über Wertgegenstände oder Bargeld. Ruft jemand unter der Notrufnummer 110 an, können Sie sicher sein, hier ist ein Trickbetrüger am Werk. Informieren Sie sofort die richtige Polizei (Notruf 110), wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, auch wenn kein Schaden entstanden ist. Seien Sie auch der Polizei (und anderen unbekannten Personen) gegenüber an der Haustüre misstrauisch und rufen Sie die zuständige Dienststelle oder den Notruf an. Dort kann man den Einsatz bestätigen oder Ihnen Hilfe senden. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter https://polizei.brandenburg.de/seite/aktuelle-betrugsphaenomene-im-land-brand/641821.

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