Teltow-Fläming: 7 Todesfälle / 120 Infektionen / 72 genesen – Maskenpflicht, Abstand, Lebensmittelsicherheit und weitere Informationen

Infektionsgeschehen im Landkreis TF, Stand 23. April 2020:

  • 120 Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus seit Beginn der Pandemie
  • 76 aktuelle Verdachtsfälle*
  • 78 Personen derzeit in Quarantäne**
  • 7 Todesfälle
  • 72 Personen gelten als genesen

*Im Verdachtsfall wird empfohlen, Kontakte zu reduzieren und das Haus möglichst nicht zu verlassen. Weniger als 10 Prozent der bisher im Landkreis gemeldeten Verdachtsfälle erweisen sich als positiv.
**Eine Quarantäne-Anordnung erfolgt erst dann, wenn eine bestätigte Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus vorliegt. Diese Anordnung gilt für den infizierten Menschen und enge Kontaktpersonen.

Regionale Verteilung:

Vortag aktuell Genesene
Baruth/Mark 4 4 3
Blankenfelde-Mahlow 23 25 16
Dahme/Mark 4 4 2
Dahmetal 0 0 0
Großbeeren 11 11 8
Ihlow 0 0 0
Jüterbog 1 1 1
Luckenwalde 8 8 3
Ludwigsfelde 30 30 17
Am Mellensee 6 6 4
Niederer Fläming 0 0 0
Niedergörsdorf 2 2 2
Nuthe-Urstromtal 2 2 2
Rangsdorf 5 5 3
Trebbin 7 8 2
Zossen 14 14 9
gesamt 117 120 72

 

Weitere Informationen:

 

 

Maske tragen!

 

Landkreis begrüßt Pläne des Landes Brandenburg und hofft auf klare Worte

 

Landrätin Kornelia Wehlan und Dr. Silke Neuling, Leiterin des Krisenstabs Corona, begrüßen die Pläne der Brandenburger Landesregierung zur Einführung einer Maskenpflicht im Nahverkehr und beim Einkauf. Das Kabinett berät am 24. April 2020 über eine Änderung der Eindämmungsverordnung und plant die Einführung der Maskenpflicht ab 27. April 2020.

 

„Wir haben seit Beginn der Krise kontinuierlich dafür geworben, Alltagsmasken anzufertigen und dort zu tragen, wo sich Abstand nur schwer einhalten lässt. So reduziert man das Risiko, beim Niesen, Husten oder Sprechen Tröpfchen in die Umgebung zu verteilen. Das ist ein effektiver Schutz für das eigene Umfeld“, urteilt Dr. Silke Neuling.

Landrätin Kornelia Wehlan beruft sich auf die Erfahrungen der Stadt Jena. Dort ist ab 2. April 2020 eine stufenweise Maskenpflicht in Kraft getreten. „Seither ist die Zahl der aktiven Infektionen deutlich zurückgegangen. Seit dem 9. April, als dann auch im Öffentlichen Nahverkehr sowie beim Betreten von Handels- und Dienstleistungsunternehmen Masken zu tragen waren, gab es in Jena keine neuen Infektionen mit dem Corona-Virus“, berichtet die Landrätin.

Dass die Infektionszahlen in Teltow-Fläming im Vergleich zu anderen Regionen relativ niedrig sind, sei vor allem der Besonnenheit und Achtsamkeit der Bevölkerung zu verdanken. „Darauf setzen wir auch künftig“, so Dr. Silke Neuling. Sie geht davon aus, dass das Tragen von Alltagsmasken nicht zwangsläufig dazu führe, dass Abstandsgebote vernachlässigt werden. „Wer den Ernst der Lage erkannt hat, der zieht mit.“

Landrätin Kornelia Wehlan: „Wir sind bisher gut damit gefahren, unser Handeln zu erklären. Ziel ist und bleibt die Verhinderung eines Infektionsgeschehens, das unser Gesundheitssystem aushebelt. Dabei steht der Schutz von Menschen und insbesondere gefährdeter Bevölkerungsgruppen an erster Stelle.“

 

 

Abstand halten!

Vermehrt Anträge auf Ausnahmeregelungen – für Entwarnung ist es noch zu früh

 

In der Kreisverwaltung Teltow-Fläming mehren sich aktuell die Anträge auf Erteilung von Ausnahmegenehmigungen zur Eindämmungsverordnung. Dies betrifft vor allem den Sport- und Freizeitbereich. Dazu Dr. Silke Neuling, Leiterin des Krisenstabs: „Wir müssen alle Anträge auf Ausnahmegenehmigungen sehr genau prüfen und darauf achten, dass die Bestimmungen eingehalten werden. Die Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg gilt nach wie vor.“ In Paragraph 12, Absatz 1, heißt es: „Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Zwischen Personen ist – soweit möglich – ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.“

Landrätin Kornelia Wehlan untermauert dies: „Wir sind noch lange nicht aus der Krise und dürfen nicht leichtsinnig werden. Erst muss klar sein, wie sich die behutsamen Lockerungen auf das Infektionsgeschehen auswirken. Das ist nicht nur im Sport- und Freizeitbereich, sondern auch vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sehr schmerzhaft, aber alternativlos. Wir müssen alles dafür tun, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern. Das schaffen wir nur gemeinsam.“

 

Grundlage aller Entscheidungen des Landkreises

 

 

Gewalt verhindern!

Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises zur Initiative „Stärker als Gewalt“

 

Auf die Initiative „Stärker als Gewalt“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend macht die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Teltow-Fläming, Christiane Witt, aufmerksam. „Zukunftssorgen, Kontakt- und Bewegungsmangel, Unsicherheit und Anspannung können in Familien zu Streit und Aggressionen führen. Wir befürchten eine Zunahme von häuslicher Gewalt, zumal man sich momentan auch nur schwer Hilfe im Familien- oder Freundeskreis oder bei professionellen Beratungsstellen suchen kann“, so die Gleichstellungsbeauftragte.

Umso wichtiger sei es das Wissen darum, dass man auch in der Corona-Krise nicht allein ist. „Deshalb bin ich froh darüber, dass die Internetplattform www.stärker-als-gewalt.de“ Informationsangebote bündelt sowie Rat und Hilfe vermittelt. Dabei geht es darum, häusliche Gewalt in der Corona-Krise zu erkennen und auch das Umfeld dafür zu sensibilisieren.“

Die Internetplattform zeigt auf, was man tun kann, wenn man selbst von häuslicher Gewalt betroffen ist oder anderen helfen möchte. „Da sind Familien, Freunde und Nachbarn besonders gefragt“, betont die Gleichstellungsbeauftragte. Sie ruft dazu auf, dass auch im Landkreis Teltow-Fläming möglichst viele öffentliche Orte genutzt werden, um mit Plakaten oder anderweitigen Aktionen für die Initiative „Stärker als Gewalt“ zu werben. „Denkbar sind öffentliche Einrichtungen oder Supermärkte, aber auch das ‚Schwarze Brett‘ im Hausflur“, so Christiane Witt. „Gerade in dieser Ausnahmesituation ist es wichtig, die Menschen direkt zu Hause zu erreichen.“

Informationsmaterial, Plakate und Abrisszettel zum Ausdrucken findet man über den Internetauftritt www.stärker-als-gewalt.de . Christiane Witt steht als Ansprechpartnerin unter Telefon 03371 608-1085 oder E-Mail gleichstellung@teltow-flaeming.de zur Verfügung.

 

 

Lebensmittelsicherheit

Fragen und Antworten beantwortet ein Papier der Europäischen Kommission

 

Auf einen Frage-Antwort-Katalog zu Themen der Lebensmittelüberwachung und -sicherheit macht Dr. Silke Neuling aufmerksam. Dabei handelt es sich um ein Material der Europäischen Kommission, das auf deren Website unter folgenden Links abrufbar ist:

https://ec.europa.eu/food/safety/biosafety/crisis_preparedness_en https://ec.europa.eu/food/sites/food/files/safety/docs/biosafety_crisis_covid19_qandas_de.pdf

Eine deutsche Fassung des Katalogs wurde der Kreisverwaltung Teltow-Fläming vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz zur Verfügung gestellt und ist im Anhang beigefügt.

 

%d Bloggern gefällt das: