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Teltow-Fläming – Aktueller Stand Infektionsgeschehen, weitere Informationen

Aktuelle Lage (Stand: 27. März 2020)

­       40 Infektionen

­       68 Verdachtsfälle

­       83 Personen in Quarantäne.

­       Es ist zum Glück noch niemand im Landkreis Teltow-Fläming an der Krankheit verstorben.

Verteilung der Infektionen auf die Städte und Gemeinden bzw. das Amt Dahme/Mark. Die regionale Verteilung ist auch unter folgendem Link einsehbar:

https://npgeo-de.maps.arcgis.com/apps/webappviewer/index.html?id=5c0c6b770140416a999ef4c70392117d

26.03. 27.03.
Baruth/Mark 1 1
Blankenfelde-Mahlow 10 12
Amt Dahme/Mark 1 1
Großbeeren 3 3
Jüterbog 0 0
Luckenwalde 0 0
Ludwigsfelde 10* 10
Am Mellensee 1 1
Niederer Fläming 0 0
Niedergörsdorf 1 2
Nuthe-Urstromtal 1 1
Rangsdorf 3 3
Trebbin 1 1
Zossen 5 5
gesamt 37* 40

*die Zahl wurde aufgrund einer doppelten Meldung korrigiert.

Einhaltung der Eindämmungs-Verordnung

„Die Menschen im Landkreis Teltow-Fläming haben ihre Kontakte sichtbar reduziert“, schätzen Landrätin Kornelia Wehlan und Krisenstabs-Leiterin Dr. Silke Neuling die Umsetzung der Eindämmungsverordnung ein. Bis auf vereinzelte Treffen von Jugendlichen seien bislang keine nennenswerten Verstöße bekannt. Umso wichtiger sei es, auch in den nächsten Tagen einsichtig zu sein und sich an die Spielregeln zu halten. „Örtliche Ordnungsämter und Polizei kontrollieren die Einhaltung der Bestimmungen streng. Im Ernstfall werde auch Strafanzeige gestellt“, so Dr. Silke Neuling.

An der Flaeming-Skate wurden am 26. März 2020 die Rastplätze gesperrt, um Sporttreibende und Frischluftsuchende vor gegenseitiger Ansteckung zu schützen.

„Der Landkreis Teltow-Fläming und die Skate-Region sind als gastfreundlich bekannt und freuen sich normalerweise über den starken Zuspruch aus Berlin und ganz Deutschland. Leider ist im Moment nicht die richtige Zeit für Ausflüge“, so die Landrätin.

http://www.flaeming-skate.de/de/aktuelles/2020/03/flaeming-skate-rastplaetze-gesperrt.php

Abstrichzentren in TF

Im Landkreis Teltow-Fläming gibt es zwei Zentren, in denen Rachenabstriche vorgenommen werden können. In beiden ist die Arbeit gut angelaufen. Die Testergebnisse liegen relativ schnell vor, mitunter sogar innerhalb von 24 Stunden.

Im Ludwigsfelder Krankenhaus können montags bis freitags von 9 bis 11 und 14 bis 16 Uhr Rachenabstriche vorgenommen werden, in Luckenwalde (Fläminghalle, Weinberge 39) konnte die Zeit ausgedehnt werden auf montags bis donnerstags von 10 bis 14 und freitags von 8 bis 12 Uhr. Um andere Personen nicht anzustecken, wird darum gebeten, die Zentren individuell und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln aufzusuchen. Die Stadtlinie in Luckenwalde fährt die Station Flämingtherme/Fläminghalle derzeit auch nicht an.

Beide Zentren können im begründeten Verdachtsfall ohne Überweisung aufgesucht werden, wenn vorher der Hausarzt/die Hausärztin oder der Ärztliche Bereitschaftsdienstes (telefonisch) konsultiert wurde.

Das Robert Koch-Institut hat seine Kriterien zur Verdachtsabklärung am 24. März 2020 angepasst. Demnach sollen sich Betroffene mit Atemwegserkrankungen ärztlichen Rat holen und nach einem Test fragen, wenn

o   sie in den letzten zwei Wochen Kontakt hatten zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde,

o   Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.),

o   sie bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommen, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (z. B. im Krankenhaus oder der Altenpflege).

Das Kriterium „Aufenthalt in einem Risikogebiet“ ist mit der Anpassung weggefallen. Das RKI begründete es mit der fortschreitenden Ausbreitung des Erregers, die eine Unterscheidung nach einzelnen Gebieten nicht mehr sinnvoll mache.

Ausgangssperre im Landkreis Wittenberg

Im Landkreis Wittenberg sind derzeit ca. 8000 Personen in der Kernstadt Jessen und im Ortsteil Schweinitz von einer Ausgangssperre betroffen. Auch für die angrenzenden Landkreise Teltow-Fläming und Elbe-Elster ist diese Situation aufgrund der sozialräumlichen Verbindungen der Menschen schwierig. Insbesondere aus und in den südlichen Teil von Teltow-Fläming führen Familienbeziehungen, Arbeitswege, soziale Kontakte und vieles mehr. „Alle Menschen, auf die das zutrifft, sollten in den nächsten Tagen besonders auf sich achten“, appelliert Landrätin Kornelia Wehlan an die Bevölkerung im Landkreis. Sie selbst steht mit dem Wittenberger Landrat in Kontakt, ebenso die Krisenstäbe untereinander.

 

Selbst gefertigter Mund- und Nasenschutz

Mund- und Nasenschutz ist derzeit absolute Mangelware. Um der Knappheit entgegenzuwirken, gibt es zahlreiche Anleitungen, wie solch ein behelfsmäßiger Schutz aus kochfestem Stoff selbst hergestellt werden kann. Krisenstabs-Chefin Dr. Silke Neuling verweist auf die von der Stadt Essen veröffentlichte Anleitung und bittet die Bevölkerung im Landkreis, selbst aktiv zu werden. „Es wäre toll, wenn wir für den Ernstfall auch diese Alternative zur Verfügung hätten“, so die Krisenstabs-Chefin. „Natürlich ist dieser Mundschutz weder geprüft noch zertifiziert. Aber wenn keine anderen Möglichkeiten mehr vorhanden sind, kann man auch damit einen gewissen Schutzeffekt erzielen. Der behelfsmäßige Schutz reduziert das Risiko, dass beim Niesen, Husten oder Sprechen Tröpfchen in die Umgebung verteilt werden.“

Selbst genähter Mund-Nasenschutz empfiehlt sich vor allem im familiären Umfeld, kann aber auch in den Rettungswachen oder Krankenhäusern des Landkreises abgegeben werden.

Im Internetauftritt der Stadt Essen gibt es eine mehrsprachige Anleitung zum Nähen von behelfsmäßigem Mund-Nasen-Schutz: https://www.essen.de/gesundheit/coronavirus_6.de.html

Tierärzte unterstützen

Dr. Silke Neuling, selbst promovierte Tierärztin, freut sich besonders über eine Aktion ihrer Berufskollegen und möchte diese Initiative gern auch im Landkreis bekannt machen. „Zur Zeit wird in Tierarztkliniken und -praxen geprüft, ob vorhandene Beatmungsgeräte bzw. Anästhesiegeräte mit Beatmungsmöglichkeit nach humanmedizinischem Standard im Bedarfsfall zur Verfügung gestellt werden können. Tierärzte, die sich anschließen wollen, können sich an Krankenhäuser der Region wenden oder in die Liste Veterinärmedizinische Beatmungsgeräte eintragen, die über den Internetauftritt der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft zu erreichen ist: www.dvg.net

Gefahr von Waldbränden

Aktuell herrscht in allen Landkreisen Brandenburgs die Waldbrand-Warnstufe 4, also eine hohe Gefahr. Die Regenfälle der jüngeren Vergangenheit haben in Brandenburg nicht ausgereicht, um Trockenheit auszugleichen. Umso wichtiger ist es, dass die Bevölkerung sich dessen bewusst ist und nicht durch unachtsames Verhalten noch einen Waldbrand riskiert.

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