Teltow-Fläming: Corona-Infektionsgeschehen KW 20/2022

„Das Corona-Virus ist auf dem Weg in die Sommerpause“, kommentiert Sozialdezernentin Kirsten Gurske das Infektionsgeschehen im Landkreis angesichts sinkender Zahlen. „Sie haben zum einen mit der Jahreszeit, aber auch etwas mit den weggefallenen Tests in den Schulen zu tun“, erläutert sie. Dennoch geht dem Gesundheitsamt keineswegs die Arbeit aus: „Die Beschäftigten nutzen die vergleichsweise ruhige Lage zur Synchronisation von Daten. Aufgrund der nicht erhaltenen Schnittstelle zwischen Kontaktpersonenmanagement- und RKI-Meldesoftware müssen sämtliche Erkrankungsdaten der Infizierten händisch übertragen werden. Durch die umfassenden Korrekturen und Aktualisierungen von Meldeadressen u. ä. kann es zu negativen Neuinfektions- und Genesenenzahlen in einzelnen Städten und Gemeinden kommen“.

Aktuell gelten 710 Personen im Landkreis als infiziert. Schwerpunkte sind momentan Ludwigsfelde und Blankenfelde und Blankenfelde-Mahlow, die Inzidenzen sind in den kleinen Kommunen aufgrund der geringeren Einwohnerzahl vergleichsweise hoch.

Das Durchschnittsalter der infizierten Personen sank auf 39 Jahre. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen stieg im Vergleich zur Vorwoche leicht an (18,2 Prozent, Vorwoche 17 Prozent). Bei Senior*innen und Senioren sank der Wert von 7,9 auf 6,9 Prozent.

Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis 53.959 Infektionen festgestellt. 342 Personen verstarben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 199,9.

Gemeinschaftseinrichtungen

Durch das Einstellen der regelmäßigen Schultestungen gehen keine Informationen zu Fallhäufungen mehr beim Gesundheitsamt ein. Es liegen COVID-19-Häufungen in drei Pflegeheimen sowie in zwei Einrichtungen für Menschen mit Behinderung vor. Weiterhin gibt es COVID-19-Einzelfälle bei mehreren Hauskrankenpflegen sowie in Tagespflegen für Senior*innen

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Dem Gesundheitsamt wurden bisher 388 Personen ohne oder ohne ausreichenden Immunitätsnachweis gemeldet. Davon konnten bisher 96 Personen (24,7 Prozent) als vollständig geimpft und/oder genesen erfasst werden, 68 Personen (17,5 Prozent) haben zusätzlich die Impfberatung im Gesundheitsamt in Anspruch genommen. 88 Prozent der Einrichtungen, in denen betreffenden Personen tätig sind, haben eine problematische Versorgungssituation angezeigt.

Aktuell sind zwei Beschäftigte im Gesundheitsamt ausschließlich mit der Bearbeitung der gemeldeten Fälle beschäftigt. Gemäß einer Weisung des Landes Brandenburg werden die von den Einrichtungen und Unternehmen gemeldeten Personen angeschrieben und erhalten einen Termin zur Anhörung und zur Impfberatung im Gesundheitsamt. Im Anschluss wird die Frist zur Vorlage des geforderten Impfnachweises festgelegt. Parallel werden die Einrichtungen um Einschätzung der Versorgungssituation gebeten. Nach aktueller Planung werden die Anhörungen im Gesundheitsamt Teltow-Fläming Ende Juni abgeschlossen sein.

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