Teltow-Fläming: Corona: Infektionsgeschehen KW 21/2021

Weiter gesunken ist die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Teltow-Fläming. Sie liegt per 28. Mai 2021 bei 24,1 und damit unter dem deutschlandweiten Wert von 39,8. Im Land Brandenburg beträgt der Wert aktuell 26,8. Aktuell gelten 174 Personen im Landkreis als infiziert. Damit wurden seit Beginn der Pandemie im Landkreis 6801 Menschen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Bislang verstarben im Landkreis 205 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. „Der Abwärtstrend ist sehr erfreulich, aber ausgestanden ist die Pandemie noch nicht. Deshalb mahnen wir nach wie vor zu großer Vorsicht sowie rücksichtsvollem und aufmerksamen Umgang miteinander. Je mehr jeder und jede Einzelne Verantwortung für sich und seine Mitmenschen übernimmt, desto besser werden wir das Infektionsgeschehen auch langfristig in den Griff bekommen“, so Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling.

Mutationen

Insgesamt wurden im Landkreis Teltow-Fläming 1028 Fälle der britischen und 7 Fälle der südafrikanischen Virus-Mutation nachgewiesen. Die Zahl kann höher liegen, weil aktuell nur Proben mit Folgeauftrag und bei Vorliegen eines CT-Wertes von über 30 auf Mutationen hin untersucht werden. Befunde, die das Gesundheitsamt anfordert, werden untersucht, bei anderen Einsendern von Proben ist nicht bekannt, ob Folgeuntersuchungen eingeleitet wurden.

Situation in Gemeinschaftseinrichtungen

Infektionen wurden aktuell in je einer Einrichtung für Kinder, für Senioren, für Menschen mit Behinderung und einer Einrichtung des Asylwesens nachgewiesen.

Situation in Kita und Schule

Aktuell sind 12 Kinder und Jugendliche aus acht Schulen im Landkreis positiv getestet worden. Die Zahl der Betroffenen hat sich im Vergleich zur Vorwoche halbiert. Die Personen haben sich nach Erkenntnis des Gesundheitsamtes ausschließlich im Familien- und Freundeskreis infiziert. Es konnte keine Schule als Infektionsquelle ermittelt werden. „Dank Wechselunterricht und vieler Tests konnte das Infektionsgeschehen in den Schulen stark zurückgedrängt werden. Umso sensibler müssen wir sein, wenn in der nächsten Woche der Präsenzunterricht wieder aufgenommen wird“, betont Sozialdezernentin Kirsten Gurske.
Gemäß dem Schreiben des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport zur Schulorganisation vom 27. Mai 2021 gilt ab 31. Mai bzw. 7. Juni 2021 das Testkonzept für Schulen vom 18. Mai 2021 fort und wird bei Bedarf fortgeschrieben. Seit dem 19. April 2021 dürfen die Schulen nur von negativ getesteten Schüler*innen, Lehrkräften und weiterem Personal betreten werden. Schulen sollen möglichst sichere Lernorte sein. Verweigern Eltern, ihre Kinder zu Hause selbst zu testen, kann das Kind/der oder die Jugendliche nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Die Lehrkräfte versorgen – wie im Testkonzept ausgewiesen – das Kind mit Aufgaben und kontrollieren die Teilnahme am Distanzunterricht.

504 zusätzliche Impfdosen

Der Impfstab des Landes hat dem Landkreis ein kleines Sonderkontingent des Impfstoffes von Biontech/Pfizer zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um 504 Impfdosen für eine Erstimpfung zuzüglich der Dosen für die dazugehörige Zweitimpfung. Der Landkreis Teltow-Fläming wird einen Teil dieser Zuteilung über die Impfstelle des Ludwigsfelder Krankenhauses verabreichen lassen. Der zweite Teil wird in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg und dem DRK in das Impfzentrum Luckenwalde eingespeist.

Impfzentrum

Noch nicht abgeschlossen ist die Prüfung einer möglichen Übernahme des Impfzentrums Luckenwalde in kreisliche Trägerschaft ab dem 1. August 2021. „Wir haben immer noch keine belastbaren Aussagen zur Vertragsgestaltung von Seiten des Landes. Zur Akquise medizinischen Personals hatte der Landkreis mehrere Aufrufe gestartet. Wir bauen sehr darauf, dass sich noch weitere Personen melden. Mit den Akteuren des Impfzentrums, insbesondere dem DRK, sind wir in engem Austausch“, so Landrätin Kornelia Wehlan. Neben einer Übernahme des Impfzentrums prüft und bewertet der Landkreis aktuell weitere Alternativen zur Fortsetzung der Impfstrategie.

Zeugnisübergaben

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) hat am 27. Mai 2021 die Durchführung von Zeugnisübergaben als schulische Veranstaltung gem. § 17 der 7. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung deklariert. Damit dürfen Zeugnisübergaben stattfinden, wenn sie den für die Schulen geltenden Regelungen entsprechen (§§ 17 und 17a der Eindämmungsverordnung). Es besteht eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske sowohl für Schüler*innen, Lehrkräfte und Schulpersonal, aber auch für alle Besucher*innen. Der Zutritt zu Schulen ist allen Personen ohne Negativtest untersagt. Dieser Corona-Test kann auch unmittelbar nach dem Betreten der Schule durchgeführt werden. Wichtig: Die Veranstaltung, welche durchaus auch feierlich gestaltet werden kann, darf nicht über die eigentliche Zeugnisübergabe hinausgehen. So wäre beispielsweise eine Abschlussfeier im Anschluss an die Zeugnisübergabe eine Veranstaltung mit Unterhaltungscharakter, für die die Eindämmungsverordnung enge Grenzen setzt.

Illegale Party in Saalow

In den sozialen Medien wird aktuell für eine Party auf dem Gelände des ehemaligen Pflegeheimes in Saalow geworben. Sie soll am Sonnabend, 29. Mai 2021, stattfinden. Solche Veranstaltungen sind nach den Regeln der Eindämmungsverordnung nicht erlaubt. Außerdem handelt es sich um eine gesicherte Liegenschaft des Landkreises, bei deren Betreten es sich um Hausfriedensbruch handelt. Wer unangenehme Konsequenzen vermeiden will, sollte dem Party-Aufruf nicht folgen.

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