Teltow-Fläming: Corona-Infektionsgeschehen, KW 7

Die Infektionszahlen sinken, die 7-Tage-Inzidenz ist am 18. Februar 2021 mit einem Wert von 49,4 erstmals seit Wochen wieder unter die 50-er-Marke gefallen – alles in allem eine erfreuliche Entwicklung, die Anlass zu vorsichtigem Optimismus gibt: „Es handelt sich um eine Momentaufnahme. Um bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 50 zu bleiben, dürften wir nicht mehr als 12 neue Fälle pro Tag haben. Um unter 35 zu kommen, dürften rein rechnerisch nicht mehr als 8,5 Neuinfektionen pro Tag auftreten“, erläutert Sozialdezernentin Kirsten Gurske.

Am heutigen 19. Februar liegt der Wert bei 52,9. Seit Beginn der Pandemie wurden 4505 Menschen aus dem Landkreis Teltow-Fläming positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet, 192 von ihnen gelten aktuell als infiziert. An oder mit COVID-19 verstarben im Landkreis bisher 139 Personen.

 

Virusmutationen

 

Im Landkreis Teltow-Fläming sind derzeit fünf Infektionen mit einer mutierten Form des Corona-Virus bekannt – allesamt der sogenannten britischen Variante. Hier ist nach Einschätzung des Corona-Krisenstabs mit einer Dunkelziffer zu rechnen, da nicht jeder Abstrich auf Mutationen untersucht wird.

Situation in Gemeinschaftseinrichtungen

Derzeit gibt es Ausbrüche von COVID-19 in drei Senioren- und Pflegeeirichtungen, in drei weiteren traten Einzelfälle auf.
Derzeit werden zwei Kitas sowie zwei Schulen durch das Gesundheitsamt überwacht. In einer Einrichtung gilt der Indexfall bereits als genesen, hier erfolgt eine abschließende Betreuung. In einer Schule wurde eine Lehrkraft positiv auf SARS-CoV2 getestet, sieben Schüler*innen gelten als Kontaktpersonen ersten Grades.

Impfungen

 

Nach wie vor erreichen die Kreisverwaltung und den Corona-Krisenstab viele kritische Stimmen zu den Möglichkeiten, sich gegen Corona impfen zu lassen. Deshalb stellt Landrätin Kornelia Wehlan noch einmal klar: „Ich kann den Ärger und die Verzweiflung derjenigen, die impfberechtigt sind und noch keinen Termin erhalten haben, gut nachvollziehen. Derzeit mangelt es an Impfstoff, aber die Situation wird sich kontinuierlich verbessern. Beginnend im März soll das Landesimpfzentrum in Luckenwalde besser versorgt werden. Ab April wird mit deutlich größeren Impfstoffmengen gerechnet. Wie die Betroffenen hoffe ich, dass ihnen baldmöglichst ein Impfangebot gemacht werden kann. Außerdem haben wir als Landkreis immer darauf gedrängt, auch die Impfterminvergabe altersgerechter zu gestalten, zum Beispiel per Brief.“

 

Nach den Vorgaben der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes wird die Impfstrategie COVID-19 vom Land Brandenburg umgesetzt. Das Land Brandenburg wiederum hat die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) mit dem Aufbau und Betrieb der Impfzentren im Land beauftragt und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) für die mobile Impfung in den Einrichtungen. Die Landkreise (und kreisfreien Städte) waren leider nicht eingebunden, außer mit einer Unterstützungsleistung beim Aufbau und des äußeren Betriebes der Impfzentren.

Während die mobilen Impfteams aktiv auf die Einrichtungen (Altersheime, Seniorenstifte etc.) zugegangen sind, hat das Land Brandenburg eine ausschließlich telefonische Impfterminvergabe über die 116117 für die Termine in den Impfzentren festgelegt. Nach anfänglichen Problemen mit der Bewältigung des enormen Anrufer-Ansturmes kam ein neues Problem hinzu: Die zugesagten Lieferungen der zugelassenen Impfstoffe (mit einer Zulassung auch für die vulnerable Altersgruppe der über 80-Jährigen) sind von den Herstellern nicht eingehalten worden.

Dazu informiert Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling: „Es wird erwartet, dass ab dem 2. Quartal auch genug Impfstoff für die über 80-Jährigen zur Verfügung steht. Das Land bereitet gerade entsprechende rechtliche Vorgaben vor, um das Impfangebot, sofern denn endlich genug Impfstoff zur Verfügung steht – mutmaßlich ab April 2021 – auch in der Fläche zu ermöglichen. Dann sollen alle über 80-Jährigen jahrgangsweise von der KVBB angeschrieben werden und Hinweise sowie eine spezielle Telefonnummer zur Vereinbarung eines Impftermins erhalten.“

 

Diejenigen unter 65-jährigen Personen, die jetzt schon ein Angebot zur Impfung mit dem für jüngere Menschen geeigneten AstraZeneca erhalten, ermuntert die Krisenstabsleiterin, es auch anzunehmen: „Sie schützen sich damit nicht nur selbst vor schweren Krankheitsverläufen, sondern auch andere. Geimpfte Personen stecken nachweislich nicht so viele andere Menschen an wie ungeimpfte. Außerdem hat eine Impfung mit AstraZenica auch ein nachgewiesenes Schutzpotenzial vor schweren Krankheitsverläufen, wenn man sich mit einem mutierten Virus der britischen Variante infiziert – diese Mutante ist momentan die in Deutschland am häufigsten nachgewiesene.“

Weitere Informationen unter: https://brandenburg-impft.de/bb-impft/de/

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