Teltow-Fläming: Corona-Infektionsgeschehen KW24/2021

Die Corona-Infektionslage im Landkreis Teltow-Fläming entspannt sich weiter. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 12,4. Aktuell gelten 12 Menschen als infiziert. Damit sind seit Beginn der Pandemie 6659 Menschen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden – 1062 von ihnen auf die sogenannte Alpha-Variante, 7 auf die Beta-Variante. 208 Personen verstarben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

„Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, aber es gibt keinen Grund, so zu tun, als gäbe es das Virus nicht mehr. Es ist nach wie vor im Umlauf, es gibt Mutationen, weitere werden sich entwickeln“, erläutert Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling. „Wie schnell sich eine positive Entwicklung wieder umkehren kann, sieht man gerade in Großbritannien. Dort waren die Inzidenzen erst sehr niedrig und liegen jetzt schon wieder über 80. Vorsicht bleibt also auch in diesem Fall die sprichwörtliche Mutter der Porzellankiste.“

Situation in Gemeinschaftseinrichtungen

Nach wie vor beschäftigt das Gesundheitsamt ein Ausbruch in einer Einrichtung des Asylwesens. Das dortige Infektionsgeschehen ist auch der Grund dafür, dass die an sich niedrige 7-Tage-Inzidenz des Landkreises im Vergleich zu anderen Regionen aktuell höher ausfällt. „Wir haben alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, die Bewohner*innen tragen sie sehr diszipliniert mit“, berichtet Sozialdezernentin Kirsten Gurske. Deshalb ist sie guter Hoffnung, dass in den nächsten Tagen weitere Menschen aus der Quarantäne entlassen werden können und sich die Situation weiter entspannt.

Verhalten im Urlaub

Die bevorstehenden Ferien und die Möglichkeit, wieder zu verreisen, nimmt Sozialdezernentin Kirsten Gurske zum Anlass für einen Appell. „Nutzen Sie die wiedergewonnen Freiheiten und Möglichkeiten, aber verhalten Sie sich bitte auch im Urlaub so verantwortungsbewusst wie zu Hause. Wir haben es in der Hand, dass nach den Ferien die Infektionszahlen nicht wieder in die Höhe schnellen. Bitte beachten Sie also auch in den schönsten Wochen des Jahres die Vorsichtsmaßnahmen und sorgen Sie dafür, dass sich erneute Vireneinträge sehr in Maßen halten.“

Impfzentrum

Landrätin Kornelia Wehlan wird dem Kreistag Teltow-Fläming bei seiner Sitzung am 21. Juni 2021 den Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zum Weiterbetrieb des Impfzentrums Luckenwalde vorschlagen. Der Landkreis sichert so, dass bis zum 30. September 2021 Zweitimpfungen vorgenommen werden können, weil das Land Brandenburg und die KVBB das Vertragsende zum 31. Juli 2021 vereinbart haben. „Die Klärung zu den Übernahmemodalitäten war ein enormer Kraftakt, für den ich allen Beteiligten, herzlich danke“, so Kornelia Wehlan.

Sie informierte weiterhin in diesem Zusammenhang, dass die mobilen Impfteams ihre Tätigkeit nach dem 31. Juli 2021 nicht fortführen werden. „Sie waren eingeführt worden, um prioritär die Hochrisikogruppen – wie alte und pflegebedürftige Menschen, die in Heimen und Wohnstätten leben – zu versorgen. Dort liegt der Impfstand mittlerweile bei weit über 70 Prozent, außerdem werden alle Einrichtungen auch hausärztlich betreut“; erläutert die Landrätin. Ungeachtet dessen denke man jetzt schon darüber nach, dass auch Drittimpfungen zur Auffrischung erforderlich werden. Hier sind Bund und Land weiterhin in der Pflicht.

 

Bürgertelefon

Stark rückläufig ist die Nutzung des Corona-Bürgertelefons. So haben sich seit Mitte Mai an den Wochenenden nur noch sehr vereinzelt Ratsuchende an die Hotline gewandt. Deshalb wird sie im Juli und August nur noch an Wochentagen besetzt sein.

Krisenstab und Informationspolitik

Angesichts der erfreulichen Entwicklung des Infektionsgeschehens wird der Corona-Krisenstab des Landkreises seine regelmäßigen Beratungen vorerst einstellen. Sie fanden zuletzt in vierzehntäglichem Rhythmus statt. „Bei Bedarf fahren wir sofort wieder hoch“, betont die Krisenstabsleiterin, die in diesem Zusammenhang allen Akteur*innen für ihren großen Einsatz dankt.

Die Kreisverwaltung wird somit zunächst auch ihre regelmäßigen wöchentlichen Informationen zum Corona-Infektionsgeschehen einstellen, aber selbstverständlich über neue Entwicklungen und Themen stets aktuell berichten.

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